Signalrahmen  —  Spahis.

gewissen  Zwischenräumen  abgebrannt.  In
neuerer  Zeit  hat  der  Spankoykische
Signalapparat  (für  Blicksignale)
schnell  sich  große  Anerkennung  verschafft,
welcher  darauf  beruht,  daß  man  durch
eine  Spiritusflamme  mit  einem  stellbaren
Druck  einen  Sprühregen  von  Petroleum
leitet,  das  sich  hierbei  entzündet  und  bis
4  m  lange  Flammen  gibt,  die  bei  ihrem
intensiven  Lecht  auf  viele  Meilen  sichtbar
sind  (Lichtsignale).  Die  Ungefährlichkeit
  des  Gebrauchs  begünstigt  die  Verbreitung
  des  Apparats.  —  Internationale
  Notsignale  sind  bei  Tage:  Kanonenschüsse,
  in  Zeiträumen  von  einer  Minute
  sich  folgend;  eine  viereckige  Flagge,
über  oder  unter  welcher  ein  Ball  oder  ein
ähnlicher  Körper  gehißt  ist.  Bei  Nacht:
ebenfalls  Kanonenschüsse  in  Zeiträumen
von  einer  Minute;  Flammen  von  brennendem
  Ol  oder  Teertonnen;  Raketen
oder  Leuchtkugeln  von  beliebiger  Art  und
B,  einzeln  in  kurzen  Zwischenräumen.
chisse,  die  im  Geschwader  dampfen,  hissen
Dampfbälle,  d.  h.  eiserne,  mit  Segeltuch
  bespannte  Reifen,  um  den  Nebenschifsen
  den  Gang  der  eignen  Maschine  anzueigen,
  oder  grüne  und  rote  Bälle,  um  die
age  ihres  Ruders  zu  bezeichnen.  Um  dem
Aurennen  bei  Nacht  vorzubengen,  führen
Dampsschisse  am  Steuerbordbug  ein  grünes,
  am  Backbordbugein  rotes,  im  Toppein
weißes  Licht;  Dampfschisse,  welche  schleppen,
  zwei  Lichter  im  Topp;  Segelschiffe
nur  die  beiden  Buglaternen  grün  und  rot;
Schiffe  vor  Anker  nur  eine  Topplaterne.
Signalrahmen  werden  zufolge  Kabinettsordre
  vom  30.  Dez.  1880  bei  allen
Manövern  und  übungen  mit  gemischten
Truppen  von  der  Artillerie  aufgestellt,  um
ihr  Ziel  den  Leitenden,  Schiedsrichtern
und  Truppen  ersichtlich  zu  machen.  Das
d  en  der  roten  Farbe  bedeutet  Feuer  auf
Insanterie,  weiß  auf  Kavallerie  und  das
Senken  der  S.  auf  Artillerie.
Simulieren,  das  wahrheitswidrige
Vorschützen  von  Krankheiten  oder  Gebrechen,
  um  sich  dem  Dienst  oder  überhaupt
der  Dienstpflicht  zu  entziehen;  ersteres  wird
disciplinarisch,  E  o-  nach  Maßgabe  des
Militärstrafgesetzbuchs  bestraft.
Ekala  C(sLeiter),  die  Einteilung  eines
Militär-Lexikon.

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Gueßenkands  durch  Striche  in  bestimmten
Abständen,  dient  z.  B.  bei  den  Richtvorrichtungen
  zum  Richten  (s.  d.)  der  Geschütze.
  —  Gradskala  u.  Meterskala,
s.  Aufsatz;  vgl.  auch  Zünder  (S.  382).

Skelett-Exerzieren,  das  Einüben  taktischer
  Formationen  durch  einzelne  Leute,
um  das  Exerzieren  in  ganzen  Truppenteilen,
  wie  Kompanien,  Eskadrons  2c.,  dadurch
  zu  veranschaulichen  und  für  den
wirklichen  Fall  zu  erleichtern.  Es  dient  besonders
  zur  Ausbildung  der  untern  Char-#en
  und  Flügelleute  im  Abgeben  richtiger

ommandos  und  Hülfen,  sowie  daß  jeder
seinen  richtigen  Platz  finden  lernt.

Skorpion,  s.  v.  w.  Euthytona,  s.
Geschütze  *  162).  —  Auch  s.  v.  w.
Kriegsflegel  (s.  d

Skramäsax,  s.  Dolch.

Smith-Wesson-Revolver  (spr.-wesssn.)
s.  Revolver.

Snider-Gewehr  (pr.  neidrr.),  s.
Handfeuerwaffen  (S.  178).

Sold  oder  Löhnung  ist  der  Geldbetrag,
der  den  Unteroffizieren  vom  Feldwebel
abwärts  und  den  Gemeinen  siets  unverändert
  in  gleicher  Höhe,  der  Charge  entsrrechend,
  zehntäglich  ausgezahlt  wird.  Bei
monatlicher  Auszahlung,  wie  bei  Offizieren
  und  Beamten,  wird  dek  Sold  Gehalt
  (in  Osterreich  Gage)  genannt.

Sollstärke,  s.  v.  w.  Etatsstärke,  s.  Etat.

Sotuie,  eine  Abteilung  bei  den  Kosaken,
  der  Kompanie  oder  Eskadron  entsprechend
  und  durchschnittlich  100  Mann  stark.

Soutien  (spr.  ssulläng),  Unterstützungstrupp,
  Rückhalt,  wird  die  hinterciner  ausgeschwärmten
  Schützenlinie  geschlossen  zurückbleibende
  Truppenabteilung  genannt,
auf  welchejenesich  stützen  oder  zurückziehen
und  aus  der  sie  sich  verstärken  kann.

Spabis,  ursprünglich  ein  besoldetes
türkisches  Reiterkorps,  wurde  später  der
allgemeine  Name  für  irreguläre  türkische
Reiterei.  Von  den  Franzosen  wurde  dieser
Name  auf  eine  aus  Eingebornen  Algeriens
formierte  Reiterei  übertragen,  von  der
1834  vier  Eskadrons  bestanden.  Die  Hälfte
der  Leutnants  und  Unteroffiziere  waren
Eingeborne.  1845  wurden  sie  in  drei  Regimenter

  zu  sechs  Eskadrons  formiert  und

1874  in  gewöhnliche  Kavallerieregimenter
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