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umgewandelt,  bestehen  aber  noch  unter
diesem  Namen.  ·

Spanien.  Heerwesen.  Der  Organisation
  der  spanischen  Armee  liegen  zu
Grunde:  das  Wehrgesetz  vom  10.  Jan.
1877  nebst  Ausführungsbestimmungen
vom  22.  Okt.  1877,  das  Rekrutierungsund
  Ersatzgesetz  vom  10.  Sept.  1878  nebst
Ausführungsbestimmungen  vom  2.  Dez.
1878.  —  Die  unter  gewissen  Bedingungen
  gestattete  Stellvertretung  mit  Loskaufsrecht
  gegen  die  Summe  von  1600
Marl  soll  nur  ein  übergang  zur  unbedingten
  allgemeinen  Wehrpflicht  sein.  Die
Friedensstärke  der  Armee  ist  auf  100,000
Mann,  die  Gesamtdienstzeit  aufacht  Jahre
jestgesetzt,  davon  vier  bei  der  Fahne,  vier
in  der  Reserve,  oder  auf  acht  in  der  letztern,
  wenn  der  Betreffende  nicht  aktiv  gedient
  hat,  sondern  überzählig  blieb.  Nach
dem  Armeeverfassungsgesetz  gliedert  sich
das  spanische  Heer  in  folgender  Weise:
1)  Die  Generalität  und  zwar  Generale
im  Kommando  (264)  und  zur  Disposition.
  2)  Großer  Generalstab:  5  Generale
  und  154  Offiziere  andrer  Grade,
vorgebildet  auf  der  Generalstabsakademie.
3)  General  stab  der  Festungen:  256
Offiziere.  4)  Büreausektionen  der
Generalkapltanate:  68  Offizlere.  5)  Die
königlichen  Haustruppen:  2  Kompanien
  Hellebardiergarde,  1  Eskadron  königliche
  Eskorte.  6)  Infanterie:60  Linienregimenter
  à  2  Bataillone,  1  Disciplinarregiment
  in  Ceuta,  20  Jägerbataillone;
100  Reserve-,  100  Depotbataillone,  von  denen
  im  Frieden  nur  die  Cadres  bestehen;
1  Bataillon  Schreiber  und  Ordonnanzen.
7)  Kavallerie:  12  Ulanen-,  10  Jäger-,
2  Husarenregimenter  à  4  Eskadrons,  2
Jäger-,  40  Reserveeskadrons.  8)  Artillerie:
  5  Fußartillerieregimenter  zu  2  Bataillonen
  à  4  Kompanien;  5  Feld-,  2  Positions-,
  3  Gebirgsartillerieregimenter,
jedes  zu  6  Batterien.  Plameri,  Kavallerie
  und  Artillerie  stehen  je  unter  einem

Generalleutnant  als  Generaldirektor.  9)|33

Pioniere:5  Regimenter  à  2  Bataillone.
10)  Das  Gendarmeriekorps  (780
Offiziere,  14,756  Mann).  11)  Karabinierkorps
  (Grenzwächter,  642Offiziere,
13,982  Mann).  12)  Das  Invaliden=Spanien

  (Organisatien,  Lehranstalten,  Bewaffnung).

korps  zu  Madrid.  13)  Das  Militärjustizkorps.
  14)  Das  Militäradministrationskorps
  mit  1200  Arbeitern.  15)  Das
Sanitätskorps  mit  535  Arzten,  48
Pharmaceuten  vom  Generals=  bis  Leutnantsrang.
  16)  Die  Militärgeistlichkeit.
17)  Das  Veterinärkorps.

An  Lehranstalten  und  Werkstätten
  für  die  Truppen  bestehen:  1  Infanterieakademie
  und  Schießschule  zu  Toledo;
  1  Kavallerieakademie  zu  Valladolid;
Reitlehrer-,  Reit=  und  Beschlagschmiedschulen,
  4  Remonteanstalten,  4  Gestüte;
1  Artillerieakademie  zu  Segovia;  1  Feuerwerkslaboratorium,
  Geschütgießzerel  Artilleriewerkstatt
  und  Artilleriemuseum  in
Sevilla;  Wassenfabriken  in  Oviedo  und
Toledo,  Pulverfabriken  zu  Murcia  und
Granada;  11  Artilleriedepots;  1  Ingenieurakademie
  und  Werkstätten  zu  Guadalajara,
  1  Ingenieurmuseum  zu  Madrid.

Bewaf  nung.  Die  Infanterie  und
Pioniere  führen  das  Remington-Gewehr,
die  reitenden  Jäger,  Husaren  undbei  jeder
Ulaneneskadron  ein  Zug  den  Remington-Karabiner.
  Die  Feldbatterien  haben  8
em,  die  Positionsartillerie  hem  Gußstahlgeschüge
  von  Krupp;  die  Gebirgsbatterien

em  Placencia-Stahlkanonen.  Die  Granaten
  haben  den  preußischen  Perkussions-,
die  Shrapnels  den  preußischen  Feldshrapnelzünder.
  Oberst  Placencia,  Direktor  der
Geschützgießerei,  hat  ein  9cm  Feldgeschütz
aus  Stahlbronze  konstruiert,  das  zur  Einführung
  gelangt.  Die  Feldlaffeten  sind

en

zum  Teil  aus  blech  hergestellt.

Stärke  der  Armee

in  Freden  im  aries

Mann  Mann  Pferde  Maultiere
Infanterie  59993  372160  —  —
Kavallerie  12788  19600  14700  —
Artillerie.  9995  24524  2028  11260
Pioniere  4168  10273  —  1352
Zusammen:  86899  426  557  16728  13112

Außerdem  hat  S.  noch  auf  Cuba  30—
3,000,  auf  Puerto  Rico  3400,  auf  den
Philippinen  10,500  Mann.

Deroberste  Befehl  über  Armee  und  Marine
  steht  dem  König  zu.  Die  Territorialeinteilung
  besteht  aus  14  Militärdistrikten,
49  Provinzen  und  einer  Anzahl  Komman=