Spanische  Reiter  —  Sperrungen.

danturen.  Im  Kiieß  kann  die  Regierung
die  Armee  in  Gelberißaden,  Brigaden,  Divisionen
  und  Armeekorps  organisieren.
Die  neue  Organisation  und  Bewaffnung
  der  Armee  ist  bis  auf  wenige
Ergänzungen  zu  Ende  geführt;  damit  beginnt
  die  Armee  die  Bedeutung  zu  gewinnen,
  wie  sie  der  Größe  des  Landes  entspricht.
  Sie  wird  sich  aber  erst  dann  der
Reihe  der  größern  euro#  #schen  Staaten
als  ebenbürtig  anschließen  können,  wenn
auch  die  taktische  Ausbildung  die  der  modernen
  Bewaffnung  entsprechende  Stufe
erreicht  haben  wird.  Das  ernste  Streben
danach  ist  unverkennbar.  Neben  anderm
wirkt  auch  die  ungünstige  Finanzlage  lähmend
  auf  die  militärische  Entwickelung.
Von  heilsamem  Einfluß  wird  die  Bestimmung
  des  Wehrgesetzes  sein,  daß  kein  Mitglied
  der  Armee  8  an  politischen  Wahlen
oder  Wahlversammlungen  beteiligen  darf.
Marine.  Das  Material  der  Flotte
besteht  aus  5  Schlachtschiffen,  60  Küstenverteidigungs=
  und  Flußfahrzeugen  und
34  Kreuzern.  Die  erstern  bestehen  aus  4
Panzerfregatten  älterer  Bauart,  mit  Gürtelpanzer
  bis  höchstens  140  mm  Stärke,
meist  Armstrong-Geschützen  armiert,  und
1  Panzerkorvette  gleichfalls  älterer  Bauart.
  Zu  den  Küsienverteidigungsfahrzeugen
  gehören  1  Panzerbatterie,  1  Monitor
und  ungepanzerte  Kanonenboote.  Zu  den
Kreuzern  gehören  7  gregatten,  3  Korvetten,
  4  Avisos  und  20  kleinere  Schisse  Das
Personal  bestcht  aus  1  Admiral,  8  Vice-,
26  Kontreadmiralen,  167  Linienschiffsund
  Fregattenkapitänen  2c.,  14,000  Matrosen,
  6  Bataillonen  Marineinfanterie

zu  5500  Mann.
Spanische  Reiter  (oder  friesische
Reite  E  bestehen  aus  einem  vierkantigen

Balken  (dem  Leib),  3—5  m  lang,  20—
30  em  stark,  durch  welchen  2,5  m  lange
ugespitzte  Latten  (Federn)  sich  kreuzend
a05.  dicht  gesteckt  sind,  daß  niemand  hindurchkriechen
  kann.  Durch  Ketten  miteinander
  verbunden,  werden  sie  an  Stelle
der  Palissaden,  auf  der  Sohle  von  Gräben,
zur  Sperrung  von  Eingängen  oder  der
Kehle  offener  Werke  2c.  verwendet.  Im
17.  und  18.  Jahrh.  wurden  sie  im  Feld
von  der  Infanterie  häufig  zum  Schutz

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gegen  Kavallerie  angewendet,  und  man  benutzte
  die  Schweinsfedern  (s.  d.)  zum
Durchstechen  durch  den  Leib  des  Reiters.

Spankowkischer  Signalapparat,  s.

Signale.
pannnagel,  s.  Wagen.

Spanten  sind  die  den  Kiel  des  Schiffs
senkrecht  treffenden  gebogenen  Hölzer  oder
Schicnen  (im  Binnenland  meist  Rippen
  genannt),  durch  welche  der  Querschnitt
  des  Schiffs  bestimmt  wird.

Specialwaffen  (Specialtruppen),
ein  nicht  feststehender  Begriff,  durch  den
aber  meist  alle  Truppen  außer  Infanterie
und  Kavallerie  bezeichuet  werden.

Species  factl  (Thatbericht)  wird
von  dem  nächsten  mit  Disciplinarstrafgewalt
  über  den  Angeschuldigten  versehenen
Vorgesetzten  zur  siesüte#  einer  militärgerichtlichen
  Untersuchung  eingereicht.

Speer  (Lanze,  Spieß,  Gleve),  eine
der  ältesten  —e  chen  Waffen,  in  Form

der  Lanze  (s.  d.),  welcher  Ausdruck  ausschließlich

  für  diese  Waffe  des  Ritters  gebraucht

  wird,  während  Spieß  die  Waffe

des  Fußvolks,  S.  aber  mehr  den  Wurfspieß

  zum  Nah=  und  Fernkampf  bezeichnet.
peiche,  s.  Rad.

Speigatten,  Löcher  durch  die  Schanzkleidung
  in  Lee  des  Oberdecks,  durch
die  beim  Deckwaschen  wie  bei  hohem  See-*.
  das  Wasser  vom  Deck  abfließen  kann.

pencer-Gewehr  (spr.  r.),  s.  Handfeuerwaffen
  (S.  185).

Sperrfort  (spr.-soh),  s.  Thalsperren.

Sperrungen  im  Febrwasser  sind
Hindernismittel,  die  feindlichen  Schiffen
das  Einlaufen  in  Häfen,  Flußmündunen

  2c.  erschweren  und  sie  im  wirksamsten
sisichch  der  Küstenforts  aufhalten
ollen.  Die  Herstellung  solcher  S.  ist  schwierig
  und  kostspielig,  da  es  kaum  möglich  sein
wird,  sie  so  fest  herzustellen,  daß  sie  dem
Anrennen  schwerer  Panzerschiffe  Widerstand
  leisten.  Man  verwendet  deshalb  in
neuerer  Zeit  fast  ausschließlich  zu  diesem

weck  Seeminen  und  Torpedos  (ls.  d.).

onst  werden  sie  in  der  Regelalsschwimmende
  S.  aus  Flößen,  Tauen,  Ketten  2c.
hergestellt.  Eine  Berühmtheit  —  die  große
Sperrung  des  Kieler  Hafens  1870  erlangt,
die  aus  Ketten,  Schiffen,  Trossen,  Netzen

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