Sprenghöhe  —  Standgericht.

rieren,  Palissadierungen,  Eisdecken  ꝛc.
Während  Pulver  zum  S.  einer  allseitigen
Einschließung  bedarf,  ist  für  Schießbaum-=wolle
  und  Dynamit  nur  das  Auflegen
oder  Seitwärtsgegenlegen  erforderlich.
Zum  S.  vou  Eisenbahnschienen  dienen
prengpatronen  von  0,38  kg  Dynamit,
  die  mittelst  Bickfordscher  Zündschnur
entzündet  werden.  Über  das  S.  von  Minen
  s.  d.  Vgl.  Explosion,  Dynamit,
Schießbaumwolle,  Pulver.

Sprenghöhe,  der  senkrechte  Abstand  des
Sprengpunkts  von  der  Erdoberfläche  bei
Shrapnels  (s.  d.).

Sprengpatronen,  s.  Sprengen.

Sprengpunkt,  bei  Hohlgeschossen  der
Punkt  der  Flugbahn,  in  dem  sie  zersprinen.

  Bei  Granaten  mit  Perkussionszünder

iegt  der  S.  normal  etwa  1  m  hinter  dem
Aufschlagpunkt  des  Geschosses,  wenn  es  abprallt;
  bei  Shrapnels  soll  er  50  m  vor  dem
Ziel  und  4—6  m  über  der  Erde  liegen.

Sprengweite  (Intervall),  Abstand
des  Sprengpunkts  bei  Shrapnels  (s.  d.)
vom  Ziel;  normal  soll  sie  50  m  betragen.

Sprung,  s.  Deck,  Flugbahn.

Stab.  Einen  S.  haben  die  Truppenund
  Kommandobehörden  vom  Bataillon
und  der  Abteilung  (Artillerie)  aufwärts.
Zu  demselben  gehören  der  Kommandeur
und  sämtliche  ihm  zugeteilte  Offiziere,  Beamte,
  Unteroffiziere  und  Mannschaften.

Stabsarzt,  s.  Militärärzte.

Stabshoboist,  s.  Hoboisten.

Stabskompanie,  s.  Leibkompanien.

Stabsoffizier,  Major,  Oberstleutnant
und  Oberst  der  Landarmede,  die  Korvettenkapitäne
  und  Kapitäne  zur  See  der  Marine.

Stadtbefestigung,  die  Umwallung  der
eigentlichen  Stadt  selbst  im  Gegensatz  zu
den  detachierten  Forts.

Staffeln,  die  Teile  von  Truppenkörpern
  oder  Kruppenfahrzeugen.  die  sich  in
gewissen  Abständen  folgen.  Namentlich  bei
der  Artillerie  und  dem  Train  kommt  diese
Bezeichnung  für  die  verschiedenen  Wagenstaffeln
  der  Batterien  und  Kolonnen  in
Anwendung.  Auch  werden  wohl  die  verschiedenen
  voreinander  liegenden  Artillerieaufstellungen
  beim  Angriff  von  Festungen
S.genannts.  Munitionsersatz).  über
Staffel  im  taktischen  Sinn  s.  Echelon.

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Stag  s.  Mast,  Gut.

Sta  löronze,  s.  Bronze  und  Geschütze
  (S.  161);  vgl.  auch  Uchatius-Kanuonen.


Stalaste,  s.  Lager.

Stallleine,  s.  Pikettpfahl.

Stamm,  in  Frieden  vorhaudene  Unterofsiziere
  und  Mannschaften  für  Truppen,
welche  nur  zeitweise  oder  bei  der  Mobilmachung
  formiert  werden.  In  Preußen
waren  seit  1815  für  die  Landwehr  formationen
  Stammmaunschafteu  vorhanden.
Jetzt  heißt  so  das  Unterpersonal  bei  den
Bezirkskommandos,  dassich  aus  den  Mannschaften
  des  stehenden  Heers  ergänzt  und
für  die  Formierung  der  Landwehrtruppen
nicht  verwendet  wird.

Stammrollen,  die  Register,  welche  über
das  Persönliche  von  Militärpflichtigen  oder
Mannschaften  2c.  geführt  werden,  und
jwor;  1)  Rekrutierungsstammrolen

  von  den  Gemeindevorstehern;  sie  bildendie
  Grundlage  für  das  Ersatzgeschäft.  2)
Truppenstammroller  bei  jeder  Kompanie,
  Batterie,  Eskadron  2c.  über  deren
Unteroffiziere  und  Mannschaften.  3)2andwehrstammrollenbei
  den  Bezirkskommandos
  nach  Wassen  und  Altersklassen.

Stampfen,  die  Bewegungen  des  Schiffs
von  vorn  nach  hinten,  also  um  eine  Querachse.
  Es  entsteht,  wenn  Dampfschisse  gegen
  die  See  dampfen.

Standarte,  die  Fahne  der  Kavallerie.
Ihr  Fahnentuch  ist  aber  nur  etwa  ¼  so
Lo  wie  das  der  Infanteriefahnen;  die

tange  (Schaft)  ist  viel  stärker,  hat  Metallbeschläge
  und  unten  eine  metallne
Spitze,  mit  der  sie  in  dem  Standartenschuh
  am  rechten  Steigbügel  steht,  wobei
der  Karabinerhaken  des  Standartenbandeliers,
  welches  der  Standartenträger
  über  die  Schulter  trägt,  in  den
Laufring  auf  der  eisernen  Laufstange  des
Standartenschafts  gehakt  wird.  Auch  die
Fahne  der  Fürsten,  die,  auf  ihrem  Schloß
oder  Schiff  aufgezogen,  ihre  Anwesenheit
daselbst  anzeigt,  heißt  S.  Im  16.  Jahrh.
wurden  die  Fahnen  der  Reiterei  auch
Rennfahnen  genannt.

Standartenwache,  s.  Fahnenwache.

W*  s.Militärgerichtswesen.
