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Standvifier,  s.  Visier.

Stauge,  beim  Stein=  und  Perkussionsschloß
  der  schnabelartig  auslaufende  Schloßteil,
  der  in  die  Rasten  der  Nuß  an  der
Drehachse  des  Hahns  eingreift  und  diesen
in  Ruhe  oder  Spannung  hält.  Die  auf
die  S.  drückende  Feder  heißt  Stan  genfed
  er  (s.  Handfeuerwaffen,  S.  175).

Stangenfanal,  s.  Fanal.

Stangenkugeln,  zwei  durch  eine  Stange
mit  Gelenk  in  der  Mute  verbundene  Halbkugeln,
  die  nach  dem  Verlassen  des  Rohrs
auseinander  klappen  sollten;  sie  waren  bis
Anfang  des  18.  Jahrh.  gebräuchlich.

Stangenpferde,  die  an  der  Deichsel
gehenden  Pferde  eines  Gespanns;  der  auf
dem  Stangeusattelpferd  sitzende  Reiter
heißt  danach  Stangenreiter.

Stangenzaum,  s.  Zäumung.

Stan  kuzeln  Dampf  kugeln),  Leinwandsäcke,
  mit  einem  Brandsatz  gefüllt,
dem  stinkende  Stoffe,  wie  Hornspäne,  Federn,
  Haare,  Asa  feetida  2c.  Eigemengt
waren;  sie  entwickelten  beim  Verbrennen
einen  erstickenden  Qualm  und  dienten
zur  Vertreibung  des  Feindes  aus  Minenallerien,

  Logements,  Kasematten  2c.

Stapelklötze,  schwere  Holzklötze,  auf
welchen  das  Schiff  während  des  Baues
ruht  (wauf  Stapelliegt.).  Ihre  Oberkante
  muß  die  Neigung  haben,  die  für  das
Ablaufen  (s.  d.)  des  Schiffs  erforderlich  ist.

Stapellauf,  s.  Ablaufen.

Steckenknechte,  s.  Landsknechte.

Stehende  Heere.  Die  Einführung  der
Feuerwaffen  brachte  nach  und  nach  das
Ritterwesen  und  somit  auch  die  auf  ihm
beruhenden  Heereseinrichtungen  zu  Falle.
Es  folgten  die  Söldnerheere,  aus  denen
  namentlich  nach  dem  Dreißigjährigen
Krieg  die  stehenden  Heere  hervorgingen.
  Frankreich  machte  zur  Begründung
eines  stehenden  Heers  mit  Errichtung  der
Ordonnanzkompanien  (s.  20.n
Anfang.  Jetzt  neunt  man  sstehendes  Heerden
  im  Frieden  vorhandenen  Teil  von  Armeen
  im  Gegensatz  zu  Reserve,  Landwehr
  und  zum  Landsturm.

Stehendes  Kriepglagarett  „s.  Sanitätswesen
  (S.  314).

Steigbügellaufen,  s.  Gassenlaufen.

Steinmine  (Erdwur  foder  Erdmör-Standvisier



—  Stebven.

ser),  unter  45°  Neigung  in  die  Erde  E(
bene  kegelförmige  Gruben,  deren  Wände
bei  geringer  Standfestigkeit  des  Bodens  mit
Brettern  bekleidet  werden.  Eine  auf  dem
Boden  angebrachte  Pulverladung  wird  mit
einem  Holzspiegel  bedeckt,  auf  den  Steine
gepackt  werden.  Die  Entzündung  geschieht
durch  Zündschnurleitung.  Sie  sollen,  wie
die  Savartinen  (s.  d.),  in  den  letzten  Stadien
  des  Festungskriegs  zur  Anwendung
kommen,  was  neben  den  heutigen  Feuerwaffen
  wohl  nicht  mehr  zu  erwarten  ist.

Steinmörser,  ein  Mörser  (s.  d.)großen
Kalibers,  auf  einer  Fußplatte  siehend;  s.
*  eset,.  Oandfeuerwaff

einschloß,  s.  Handfeuerwaffen

(S.  175).
Stellchläßel  früher  Tempierschlüssel
  genannt,  zum  Einstellen  der
Zünder  dienend;  s.  Tempieren.

Stellung,  s.  Position.

Stellungskunst,  s.  v.  w.  Taktik.

Stellvertretung,  die  Ableistung  der
Dienstpflicht  im  stehenden  Heer  durch  einen
andern,  den  Einsteher  (s.  d.).  Nachdem
  seit  1870  in  den  meisten  Staaten  die
allgemeine  Wehrpflicht  zur  Geltung  gekommen,
  ist  hiermit  bis  auf  einzelne  Fälle
(Spanien,  Schweden)  die  S.  ge  etzlich  aufgehoben
  worden.

Stenge,  s.  Mast.

Sternschanze,  s.  Schanze.

Steuer,  Steuerrad,  s.  Ruder.

Stenerkord,  die  rechte  Schiffsseite,  von
binten  nach  vorn  gesehen.

Steuermann,  zu  den  Deckoffizieren
d.)  gehörende  Charge  der  Marine.  Der

ienst  des  Steuermanns  umfaßt  alle  auf
die  Navigation  des  Schiffs  bezüglichen
Verrichtungen,  wie  das  Loggen,  Loten;  im
Berechnen  des  Schiffsortes  unterstützt  er
den  Observationsoffizier  2c.

Stenermannsschule,  s.  Marine-1439

  den  schul

ule.
Steven.  Vorder-und  Hintersteven
bilden  die  vordere  und  hintere  Begrenzung
des  Schiffskörpers;  sie  sind  mit  dem  Kiel
verbolzt.  Während  der  Vordersteven  meist
gebogene  Form  hat,  ist  der  Hintersteven
gerade  und  steht  senkrecht  auf  dem  Kiel,
der  über  ihn  nachhinten  hinaus  verlängert
ist  und  an  seinem  Ende  den  Ruderpfosten