Stromanker

Stromanker,  s.  Brücken.

Stubenarrest,  s.  Strafen.

Stück,  in  früherer  Zeit  gebräuchliche  Bezeichnung
  für  Geschütz.  Hieraus  erklären
  sich  die  Ausammensetzun  en:  Stückgießerei,
  Stückjunker,  Stückpforten
  (Schießscharten,  namentlich  für
Schiffe  gebräuchlich)  2c.  Stückknechte
hießen  die  Fahrer  der  Artillerie,  nigt

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ausgebildete  Artilleristen  waren.
kugeln,  s.  v.  w.  Vollkugeln.  Z

Sturm,  auf  ein  Festungswerk  oder  eine
Festung,  hat  den  Zweck,  sich  in  den  Besitz
derselben  zu  setzen.  Er  wird  entweder  ausgeführt,
  nachdem  die  Artillerie  eine  Offnung
  (Bresche)  in  den  Wall  geschossen  hat,
durch  welche  die  Stürmenden  einzudringen
  suchen,  oder  er  wird  schon  borher,  als
#wastsamer  Angriff,  ausgeführt.

en  eigentlichen  Angriffstruppen  gehen
Arbeiterkolonnen  mit  Handwerkszeug,
Sprengmitteln,  Leitern,  Faschinen  2c.
voraus,  um  das  Ersteigen  der  Werke  oder
Eindringen  in  dieselben  durch  technische

ülfen  zu  erleichtern  (s.  Festungskrieg).

m  Feldkrieg  ist  ein  S.  der  letzte  entscheidende
  Angriff  auf  eine  vom  Feind
besetzte  Stellung,  Ortschaft,  Schanze  2c.,
der  nur  dann  mit  Erfolg  wird  unternommen
  werden  können,  wenn  der  Feind  durch
das  Feuer,  namentlich  der  Artillerie,  bereits
  erschüttert  worden.

Sturmbock,  der  im  Erdgeschoß  der  Wandeltürme
  aufgehängte  Balken,  der  am  vordern
  Ende  starken  Eisenbeschlag  hatte,  mit
dem  er  gegen  die  Mauer  gerannt  wurde,
um  eine  Offnung  in  dieselbe  zu  stoßen.

Sturmfeuer,  mit  Pulver  gefüllte  oder

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die,  mit  Zünder  versehen  oder  selbst  entündet
  auf  den  stürmenden  Feind  geschleuert,
  zur  Verteidigung  der  Bresche  dienten.
Heute  werden  alle  diese  S.  besser  und
wirksamer  durch  die  Feuerwaffen  ersetzt.
cmfrei.  s.  Festung.

Sturm  aube  (Sturmhut))  eiserner
Kiim  ohne  Visier,  mit  breiten  Krempen;

isenbut,  der  im  13.—17.  Jahrh.--ei
Belagerungen  getragen  wurde.

Sturmpfähle,  s.  Palissaden.

Sturmsold,  außerordentliche  Belohnung,
  die  im  16.  und  17.  Jahrh.  den
Soldaten  für  eine  gewonnene  Schlacht
oder  die  Erstürmung  einer  Stadt  häufig
bereicht  wurde  und  meist  darin  bestand,

aß  der  angefangene  Soldmonat  für  voll
gerechnet  wurde.

Stürzung  der  Speichen,  s.  Rad.

Subalternoffiziere,  die  Premierleutnants
  und  Leutnants,  s.  Offizier.

Subordinatieon,  Unterordnung,  der
Gehorsam  gegen  gegebene  Dienstbefehle,
die  Grundlage  der  Disciplin  (s.  d.).

Subfidien,  Kriegsunterstützungen  in
Geld,  die  ein  Staat  einem  andern  gewährt.

Sudler  Cech  s.  Landsknechte.

Sudlerin  (Marketenderin),  s.
Landsknechte.

Snite  (pr.  swwiht),  das  Gefolge;  à  la
s.  stehen,  einem  Truppenteil  über  den
Etat  angehören.  Offiziere  in  besondern
etatsmäßigen  Stellen  außerhalb  eines
Regiments  werden  diesem  à  la  s.  gestellt
  und  tragen  dann  dessen  Nummer,
beziehentlich  Uniform.

Supponierter  Feind,  bei  Manövern
der  nur  vorausgesetzte,  aber  nicht  wirklich

—  Takelage.

aus  heftig  brennenden  Stoffen  hergestellte  dargestellte,  auch  nicht  markierte  Feind;
Körper,  wie  Fässer,  Säcke,  Töpfe,  Kränze  2c.,s.  Manöver.
T.

Tablettmauer,  eine  niedrige,  freistehende
  Mauer,  die  früher  zum  Schutz
der  Berme  auf  den  Kordon  der  Futtermanern
  (X1.  d.)  aufgesetzt  wurde.

Tagesbefehl,  der  in  der  Regel  bei  der
Parole  (s.  d.)  ausgegebene  Befehl,  daher
auch  Parolebefehl  genannt.

Takel,  großer  Flaschenzug  auf  Schiffen;
  ein  kleiner  heißt  Talje.

Takelage  (lpr.  lahsche),  sowohl  die
Bezeichnung  für  die  Masten  mit  ihren
Stengen,  Raaen  und  allem  Tauwerk,  als
auch  noch  mit  Einschluß  der  Segel  (s.
Mast,  Segel,  Tauwerk).  Iu  neuerer