Torpedosucher  —  Traindepot.

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Die  deutsche  Marine  besitzt,  wie  die
andrer  Staaten,  ein  für  den  Dienst  mit
T.  bestimmtes  Torpedokorps  von  zwei
Kompanien.  Bei  denselben  ist  der  Torpederleutnant
  ein  Verwaltungsoffiier,
  Obertorpeder  und  Torpeder
send  Deckoffiziere  erster  und  zweiter  Klasse.

Torpedersmaate  sind  Unteroffiziere,  die  auf

der  Torpedoschule  in  Kiel  fachlich  ausgebildet
  sind.

Torpedosucher,  die#elektrischen  Beleuchtungsvorrichtungen
  auf  Schissen,  mittelst
deren  man  zur  Nacht  das  Herannahen
feindlicher  Torpedoboote  schon  auf  weitere
Entfernung  entdecken  will.

Totenorgeln,  s.  v.  w.  Orgelgeschütze.

Toter  Winkel,  der  unter  derjenigen
Schußlinie,  welche  nach  dem  Kronenfall
der  Brustwehr  zu  am  niedrigsten  gelegt  ist,
sich  befindende  Raum  vor  der  Brustwehr
und  im  Graben,  der  durch  Frontalfeuer
nicht  bestrichen  werden  kann  und  deshalb
von  den  Flanken  unter  Feuer  genommen
wird;  s.  Rasant.

Towärczy  (spr.  Sichih),  früher  in  Rußland
  und  Polen  eine  aus  dem  kleinen  Adel
hervorgegangene  höhere  Klasse  des  Soldatenstands,
  die  nicht  zu  den  Gemeinen,
aber  auch  nicht  zu  den  Offizieren  gerechnct
wurde.  Sie  traten  auch  in  der  brandenburgisch-preußischen
  Armee  zu  verschiedenen
  Malen  auf.  Um  die  große  Zahl  kleiner
adligen  Grundbesitzer  in  den  ehemals  polnischen
  Provinzen,  welche  mangelnder  Bildung
  und  fehlender  Mittel  wegen  nicht  als
Offiziere,  ihrer  Standesvorurteile  wegen
aber  nicht  als  Gemeine  zu  verwerten  waren,
  angemessen  unterzubringen,  versuchte
man  1800  aus  ihnen  eine  mit  Lanzen  ewaffnete
  Reitertruppe  zu  bilden  und  wandelte
  das  bestehende  Regiment  Bosniaken
in  Towarczys  um.  Sie  sollten  dann  den
Husaren  zugeteilt  werden.  Die  Ereignisse
von  1806  ließen  diesen  Plan  nicht  zur
Ausführung  kommen.  Die  Towarczys
fochten  1807  als  Reitertruppe  und  wurden
  später  in  Ulanen  umgewandelt.

Trab,  s.  Gangarten.

Träce  (die,  spr.  i0,  die  auf  der  Erdoberfläche
  durch  ausgelegtes  weißes  Band  oder
durch  eine  mittelst  Spaten,  Kreuzhacke  2c.
hergestellte  Furche  bezeichnete  Linie,  längs

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deren  beim  Batterie=  oder  Sappenbau
Körbe  ausgestellt,  Anschüttungen  und
Aushebungen  ausgeführt  werden  sollen;
s.  Batteriebau  und  Sappe.

Tracé  (das,  spr.  Heh),  Grundrißform
einer  Befestigung,  z.  B.  Bastionär-,
Polvgonal-,  Tenaillentracé  (s.  d.).

Traditor,  der  über  die  Kehle  nach
außen  vorspringende  Teil  von  Kehlreduits
in  detachierten  Forts.  Auch  ein  in  der
italienischen  Befestigung  am  Orillon  aufgestelltes
  Geschütz,  das  dem  Demontierund
  Rikoschettfeuer  durch  seine  zurückliegende
  Stellung  entzogen  war.

Train  Gpr.  träng),  im  allgemeinen
jeder  Zug  von  Fuhrwerken,  welche  einer
Armee  Kriegsmaterial  nachführen.  Diejenigen
  Fahrzeuge,  welche  den  Truppen
unmittelbar  angehören,  also  die  eigentlichen
  Truppenfahrzeuge,  bilden  deren  Bagage
  (s.  d.)  und  werden  zum  nicht  gebehnd.
  Dieser  wird  bezeichnet  durch  in  sich
abgeschlossene,  den  verschiedenen  Zwecken
entsprechende  selbständige  Formationen,
welche  durch  Unisormierung  und  Bewaffnung
  ein  von  den  andern  Truppen  unterschiedenes
  Korps  oder  eine  besondre  Waffe
bilden.  Das  Trainbataillon  eines  Armeekorps,
  welches  im  Frieden  unter  einer
besondern  Behörde  (dem  Traindepot,)
das  gesamte  Material  für  die  zahlreichen
Kriegsformationen  verwaltet,  hat  bei  der
Mobilmachung  zu  formieren:  5  Proviant-,
1  Feldbäckereikolonne,  1  Pferdedepot,  3
Sanitätsdetachements  und  5  Fuhrparkskolonnen.
  Der  Belagerungstrain
(s.  d.)  ist  eine  Formation  der  Artillerie,
wie  der  Divisions=  und  der  Korpsbrückentrain
  von  den  Pionieren  formiert
  werden.

Traindepot  (wr.  trängdepoh),  aus  zwei
Offizieren,  denen  mehrere  Schirrmeister
beige  eben  sind,  bestehende  Verwaltungsbehörde;
  dieselbe  hat  das  gesamte  zur  Ausrüstung
  derjenigen  Kriegsformationen  gehörende
  Material  im  Frieden  zu  verwalten,
  die  bei  eintretender  Mobilmachung
von  dem  Trainbataillon  aufgestellt  werden,
  dem  das  T.  unterstellt  ist.  Sie  bleiben
im  Krieg  bestehen  und  haben  den  Nachschub
  für  ihre  bezüglichen  Kriegsformationen
  zu  beschaffen  und  zu  bewirken.

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