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rung  und  Panzerung  und  sind  vollkommen
seetüchtig,  so  daß  sieals  Hochseepanzerschiffe
anzusehen  sind.  Nirgends  hat  indessen  die
Marine,  trotz  dieses  sehr  guten  Materials,
im  letzten  Krieg  den  Erwartungen  entsprochen.
  Den  Ersatz  erhält  die  Flotte  teils
durch  freiwilligen  Eintritt,  teilsdurch  Aushebung.
  Die  Dienstpflicht  umfaßt  12  Jahre,
davon  7  aktiv  auf  der  Flotte,  5  in  Redise
(Seewehr).  In  Konstantinopel  besteht  eine
Marineschule.  Im  übrigen  gleicht  das  Seeofsizierkorps
  dem  Offizierkorps  der  Landarmee.
  Die  Schisse  sind  meist  mit7-,  9:  und
10zölligen  Amnstrong  Geschützen  armiert.

Turkos  „  die  1  aus  Eingebornen

Turkos  —  Uchatius-Kanonen.

Algeriens  gebildeten  drei  Regimenter  algerischer
  Tiraillenrs  der  französischen  Armee.
  Die  Mannschaften,  2  Leutnants,  4
Unteroffiziere,  8  Korporale  jeder  Kompanie
  sind  Eingeborne.  Sie  tragen  eine
hellblaue  Jacke,  Weste,  Turban,  Burnus#c.
Türme  dienten  bei  den  alten  Städtebefestigungen
  zur  Flankierung  der  Ringmauern;
  von  Montalembert  wurden  kasemattierte
  T.  in  der  Kehle  von  Bastionen
  oder  Tenaillen  als  Reduits  angelegt.
—  Wandelturm,  s.  v.  w.  Ebenhöch
(l.  d.).  Vgl.  Martellotürme,  Marimilianstürme,
  Panzer  (S.  276  ff.).
Turmschiff,  s.  Kriegsschiff.

*

u.

über  Bant  seuernGeschũtze  mit  niedriger
Feuerhöhe,  wenn  sie  hinter  der  Brustwehr
auf  einem  so  hoch  angeschütteten  Geschützstand
  (Geschützban  k)sstehen,  daß  sie  über
die  Brustwehrkrone  hinwegseuern  können.

DasÜberbankfeuerwirdjetzt  in  Festun-  15

gen  grundsätzlich  nicht  mehr  angewendet.

ükersasl  ist  im  Feldkrieg  ein  überraschungsgefecht,
  bei  dem  es  gelingt,  eine
ruhende  oder  marschierende  Truppe  anzugreifen,
  ohne  daß  dieselbe  dies  ahnt  und
kampfbereit  ist.  Im  Festungskrieg  ist
Ü.  eine  gewaltsame  Überrumpelung  eines
Forts  2c.,  für  deren  Gelingen  aber  nur
dann  eine  Aussicht  ist,  wenn  der  Verteidiger
  sehr  große  Schwäche  und  Nachlässigkeit,
  der  Kommandant  ensprechende  Unfähigkeit
  zeigt,  so  daß  eine  heimliche  Annäherung,
  ein  Überschreiten  des  Grabens
und  Ersteigen  des  Walles  oder  Offnen  der
Thore  möglich  sind.  Begünstigt  wird  das
Unternehmen,  wenn  die  Festung  nicht
sturmfrei  ist.  Nur  in  den  seltensten  Fällen
  werden  diese  Vorbedingungen  vorhanden
  und  wird  ein  Gelingen  des  überfalls
zu  erwarten  sein.

überstlügeln.  Eine  feindliche  Stellung
wird  überflügelt,  wenn  man  die  eignen
Truppen  so  formiert,  daß  sie  über  jene
seitlich  hinausstehen.  Man  gewinnt  hierdurch
  die  Möglichkeit,  durch  eine  Schwenkung
  den  Flügel  des  Feindes  umfassen
und  so  gegen  Flanke  und  Rücken  desselben

angriffsweise  vorgehen  zu  können.  Man
ann  aber  nur  bei  eigner  numerischer
Überlegenheit  von  einer  überflügelnden
Aufstellung  Erfolg  erwarten.

übergangskonns,  s.  Geschütze  (S.

übergangsstation,  s.  Etappenwesen.
lbergütig,  s.  Metallstärkke.
unber  emplelt  sind  Truppenteile,  wenn
ihr  Sollbestand  größer  ist,  als  der  Etat
vorschreibt,  z.  B.  durch  Einstellung  einer
größern  Anzahl  Einjährig-Freiwilliger
oder  Dispositionsurlauber.  Überkomplette
Unteroffiziere  werden  durch  Ausfall  in  der
Zahl  der  Gemeinen  ausgeglichen.
überläufer  sind  Soldaten,  die  von
ihrem  Truppenteil  in  der  Absicht  entwein,
  beim  Feinde  Dienste  zu  nehmen.  ü.
werden  mit  dem  Tod  bestraft.  Als  ü.  im
Sinn  des  Strafgesetzes  ist  derjenige  Fahnenflüchtige
  nicht  anzusehen,  der,  im  Frieden
  Paunichen,  beim  Feinde  Diensie  genommen
  hat  und  nach  ausgebrochenem  Krieg
in  der  seindlichen  Armee  verblieben  ist.
übernehmen,  s.  Einschiffen.
Üüberschwemmung,  s.  Anstauung.
Uchatius  -Kanonen  werden  die  nach
den  Vorschlägen  des  Generals  v.  Uchatius
aus  verdichteter  Bronze  (Stahlbronze)
#engetelten  österreichischen  Feldgeschütze
5  genannt.  Sie  wurden  den  deutschen
  -i  C/73  nachgebildet;  s.
Geschütze  (S.  161),  vgl.  Bronzec.