Unteroffiziervorschulen  —  Untersuchung  der  Geschützrohre.

aber  nicht  über  20  Jahre  alt,  1,57  m  groß,
gesund  und  frei  von  körperlichen  Gebrechen
  sein,  sich  tadellos  geführt  haben,  lesen,
schreiben,  mit  benannten  und  unbenannten
  Zahlen  rechnen  können  und  sich  vor
dem  Eintritt  verpflichten,  nach  erfolgter
Überweisung  aus  der  Unteroffizierschule
an  einen  Truppenteil  noch  vier  Jahre
aktiv  zu  dienen.  Der  Einberusene  muß
mit  ausreichendem  Schuhzeug  zwei  Hemden
  und  mit  6  Mark  zum  Ankauf  von
Putzgeräten  2c.  versehen  sein.  Die  Ausbildung
  ist  kosteufrei,  die  Zöglinge  (zäsiliere)
  werden  wie  alle  Soldaten  der  Armee
  bekleidet  und  verpflegt.  Die  Anmeldung
  hat  bei  dem  Landwehrbezirkskommando
  des  Anfeuthaltsorts  oder  bei  dem
Kommando  einer  der  U.  unter  Vorzeigung
  eines  von  dem  Civilvorsitzenden  der
Ersatzkommission  seines  Aushebungsbezirks
  ausgestellten  Meldescheins  persönlich
u  erfolgen.  Diejenigen  Freiwilligen,  die
6  direkt  bei  einer  Unteroffizierschule
melden,  können  bei  vorhandener  Vakanz
und  ihrer  Geeignetheit  zur  Einstellung  sogleich
  eingestellt  werden;  andernfalls  wird
ihnen  ein  Annahmeschein  ausgestellt,  und
der  Freiwillige  tritt  dann  in  die  Klasse  der
vorläufsig  in  die  Heimat  beurlaubten
Freiwilligen.  Die  Einstellung  erfolgt
jährlich  zweimal,  1.  April  und  1.  Okt.
U.  bestehen  gegenwärtif  zu  Potsdam,
Biebrich,  Weißensels,  Jülich,  Ettlingen
  (Baden),  Marienwerder;  für
das  Königreich  Sachsen  zu  Marienberg.
Die  Wünsche  der  Freiwilligen  betreffs  Zuteilung
  an  eine  bestimmte  Unteroffizlerschule
  werden,  soweit  angängig,  berücksichtigt.
  1877  ist  noch  eine  Unterossizierbor.
  ule  zu  Weilburg  hinzugetreten,
in  welche  Freiwillige  im  Alter  von  15—
16  Jahren  aufgenommen  werden.  Der
Kursus  ist  zweijährig  und  der  Hauptunterrichtszweck
  allgemeine  Schulbildung.  Die
Aufnahme  in  dieselbe  ist  an  die  Bedingung
  des  spätern  Übertritts  in  eine  der
U.  geknüpft.  Mit  der  Unteroffizierschule
in  Marienberg  ist  eine  Unteroffiziervorschule
  verbunden.  —  In  Bayern  erhalten
  geeignete  Leute,  nachdem  sie  als  Rekruten
  ausgebildet  worden,  in  den  Unteroffizieraspirantenschulen,


#terielehrbataillon,

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welche  bei  den  Truppen  bestehen,  in  mehrmonatlichen
  Kursen  einen  entsprechenden
Unterricht.  —  Sämtliche  U.  sind  der  =  Inspektion
  der  Infanterieschulene  unterstellt.

Unteroffiziervorschulen,  s.  Unteroffizierschulen.


Unterrichts  anstalten  bestehen  für  die
Armee:  Kriegsakademie,  Kriegsschuleu,
Artillerie=  u.  Ingenieurschule,  Kadettenanstalten
  (s.  Kadetten),  Unteroffizierschulen,
  Unterosffiziervorschulen,  Oberfeuerwerkerschule,
  Artillerieschießschule,  Militärschießschule,
  Militärreitinstitut,  Infan-Centralturnanstalt,

Militärärztliche  Bildungsaustalten,  Mili-Erroßanztschule=
  ,  Lehrschmieden,  Kapitulanteuschulen,
  Militärknabenerziehungsinstitut
  zu  Annaburg,  Militärwaisenhaus
zu  Potsdam  (s.  die  betreffenden  Artikel).
In  Bayern  bestehen:  Kriegsakademie,
Artillerie=  und  Ingenieurschule,  Kadettenkorps-,
  Unteroffizieraspirantenschulen,  Militärschießschule,
  Equitationsanstalt,  Lehrschmiede.
  In  Preußen  besteht  eine  Generalinspektion
  des  Militärerziehungs=  und
Bildungswesens,  der  eine  Obermilitärstudienkommission
  beigegeden.  ist;  in  Bayern
besteht  eine  Inspektion  der  Militärbildungsanstalten.
  —  Für  die  Marine  bestehen:
  Marineakademie  (s.  d.),  Marineschule
  (s.  d.,  mit  Maschinisten  -,  Stenermanns=
  und  Torpedoschule)  zu  Kiel;
Matrosenschulen  mit  Bootsmanus=  und
Feuerwerkerklasse,  Werftdivisionsschulen
mit  Maschinenapplikanten-,  Meistersmaaten-,
  Meister=  und  Handwerkerklasse  zu
Kiel  u.  Wilhelmshaven  für  Unteroffiziere
und  Mannschaften;  Matrosenartillerieabteilungsschule
  zu  Friedrichsort;  Werftschule
  zu  Danzig  iW  Weiterbildung  des
Werstpersonals.  Außerdem  können  noch
die  Kadetten-,  Seekadetten-,  Maschinisten-,
  Artillerieschulschiffe  und  Schiffsjungenübungsschiffe
  als  U.  angesehen  werden.

Unterrichtsschießen,  .  Schieße  u/322).

Unterstand,  s.  Batterie  6).

Untersuchung  der  Geschützrohre  soll
bei  neu  gefertigten  Rohren  feststellen,
ob  deren  Maße,  Gewichte  und  die  Güte
des  Materials  mit  der  Vorschrift  übereinstimmen,
  bei  gebrauchten  Rohren,  ob
sie  noch  kriegsbrauchbar  sind.  Nach  diesen