Zeugmeister

gemein  Gebäude  unter  Verwaltung  der
Artilleriedepots  (s.  d.),  in  denen  Artilleriematerial
  lagert  und  Handwaffen  aufbewahrt
  werden.  Sind  mit  dem  3.  noch
Werkstätten  zur  Herstellung  von  Kriegsmaterial
  verbunden,  so  nennt  man  es  in
der  alna.  *p

engmeister,  s.  Feuerwerker,  Zeug.
"  seshessell  Cehe
ung,  in  welche  ein  Gewehr  derart  eingespannt
  werden  kann,  daß  man  ihm  jede
beliebige  Richtung  zu  geben  vermag.  Es
dient  zum  Einüben  der  Rekruten  im  Zielen.

Zielgewehr  soll  die  Ausbildung  für

den  scharfen  Schuß  unter  Benutzung  jedes
  einigermaßen  geeigneten  Raums  mit
Ersparnis  von  Munition  erleichtern.  Das
Z.  ist  aus  dem  Gewehr  M71  dadurch
hergestellt,  daß  in  seinen  Lauf  ein  Einlegelauf
  von  5,5  mm  Kaliber  eingeschoben
  worden,  der  durch  drei  ausgezogene
Messingringe  centriert  und  mittelst  zweier
durch  den  Achtkant  des  Laufs  gehenden
Schrauben  festgehalten  wird.  Die  Munition
  besteht  aus  einer  Stahlpatronenhülse,
auf  deren  Piston  ein  gewöhnliches  Jagdzündhütchen
  gesetzt  wird;  die  Ladung  beträ
  10  2  Jagd-  oder  Gewehrpulver.  Das
Geschoß  von  5,mm  Durchmesser,  8,umm
lang,  1,84  g  schwer,  durchschlägt  noch  auf
30  m  ein  5  em  starkes  Brett.  Das  Z.  gestattet
  ein  Schulschießen  bis  40  m.

lelmaschine,  s.  v.  w.  Zielgestell.

ielmunition,  1879  für  die  sämtlichen
Schußwafsfen  M/71  eingeführt.  besteht  aus
einer  Papierpatrone,  Messinghülse  und
Zündhütchen.  —  Die  Papierpatrone
enthält  12  g  Gewehrpulver  und  eine
Rundkugel  von  9  mm  Durchmesser.  Die
Messinghülse  ist  die  normale  Patronenhülse
  M/71,  welche  in  der  Mitte  der
Zündglocke  durchbohrt  und  hier  so  viel
erweitert  ist,  daß  sich  das  Zündhütchen
  M//71  mit  der  Hand  einsetzen  läßt.
In  die  Hülse  ist  ein  in  der  Achse  durchbohrter
  Bronzecylinder  eingelötet.  Diese
Z.  bringt  auf

rich

20  m  etwa  dieselben  Verhältnisse
  zur  Darstellung  wie  die  normale
Munition  M/71  auf  150  m.

Zuaven,  1830  von  den  Franzosen  aus
Eingebornen  Algeriens  in  Stärke  von  zwei
Bataillonen  formierte  Infanterie,  welche

—  Zünder.  379

unter  französischen  Offizieren  und  Unteroffizieren
  sich  bald  solchen  Ruf  erwarb,
daß,  auch  durch  die  malerische  Tracht  anelockt,

  viele  Franzosen  freiwillig  bei  den
lm  eintraten.  Als  dann  die  Afrikaner  sich
unzuverlässig  zeigten,  wurden  1842  diese
von  den  Z.  getrennt  und  zu  Turkos  (s.  d.),
die  Z.  sodann  in  3  Bataillone,  1852  zu
3  Regimentern  Linie  und  1  Gardezuavenregiment
  formiert.  Infolge  ihres  rühmlachen
  Verhaltens  in  der  Krim,  in  Italien
und  Mejiko  setzte  man  1870  große  Erwartungen
  in  sie;  sie  verstanden  es  indes
nicht,  ihren  Ruhm  zuerneuern.  Nach  1870
wurden  bei  der  Neubildung  der  Armee
wieder  4  Regimenter  Z.  errichtet.

Zug,  Unterabteilung  der  Kompanie,  Eskadron,
  Batterie.  Die  Infanteriekompanie
besleht  aus  3  Zügen  und  6  Halbzügen,  die
Eskadron  aus  4  Zügen,  die  Artilleric  aus
3  Zügen  pon  je  2  Geschützen.  Jeder  Z.
wird  von  einem  Offizier  (Zugführer)
kommangert.  s  Abstand

ug  anz,  s.  and.
üge,  s.  Geschütze  (S.  155  ff.).
ugtanue,  s.  Geschirre.
ünder  dienen  zum  Entzünden  der
Fü  ung  von  Hohlgeschossen  oder  sonstigen
Körpern,  namentlich  der  Sprengladung
in  derselben,  früher  auch  des  Leucht=  und
Brandsatzes.  Die  ältesten  Z.  waren  mit
einem  Satz  vollgeschlagene  hölzerne  Röhren
  mit  oder  ohne  Kopf,  die  man  Brandröhren
  nannte,  wie  sie  noch  jetzt  in  Osterreich
  heißen.  Sie  entsprachen  also  unsren
Futi  en  hölzernen  Säulenzündern.
ie  Veränderungen  dieser  Z.  bis  zur  Gegenwart
  waren  gering  und  bestanden  meist
in  Forrmveränderungen  des  Holzes.  In
Preußen  wurde  in  den  50er  Hasten  dieses
  Jahrhunderts  die  Vohrung  der  Z.  gereifelt,
  diesen  folgten  die  jetzt  noch  bestehenden
  Z.  C/69,  bei  denen  der  Satz,  in
Cylinderform  gepreßt,  in  Schellackpapier
gewickelt,  in  das  Zünderholz  gesleckt  ist.
In  dieses  sind  außen  Tempierringe
eingedreht,  nach  welchen  der  Z.  für  bestimmte
  Flugzeiten  abgesägt  wird.  Das
Tempieren  der  Z.  wurde  zu  allen  Zeiten
  versucht,  aber  der  unvollkommnen  Anfertigung
  der  Z.  wieder  ungenauen  Kenntnis
  der  Flugzeiten  wegen  durch  Anbohren,