— 387 — (8s) Nach Anmeldung darf unter den vom Hauptamt anzuordnenden Uberwachungs- maßregeln durch Auffangen der aus den Gärbottichen mit der Kohlensäure aufsteigenden Alkoholdämpfe alkoholhaltiges Wasser gewonnen und der abzubrennden Maische zu- geführt werden. E An den Maischtagen darf die Brennblase zum Kochen von Wasser, zum Dämpfen V. Sonstige von Kartoffeln und zum Kochen von Mais-= oder Darimehl für die Maischbereitung benutzt Bestimmungen werden. für den ennere- eirteb. 1. Benutzung der Brenn- » geräte bei der Maisch- 8 123. bereitung. Falls ein Privatsammelgefäß in die Branntweinrohrleitung eingeschaltet ist, muß 2. Benutzung sein Inhalt sogleich nach Beendigung des Tagesbetriebs in ein amtliches Sammelgefäß von drivat. entleert werden. gefäben. 8 124. Die Alkoholstärke der gesondert abfließenden Lutterrückstände darf in der Regel 3. Entnahme nicht mehr als 2 Gewichtsprozent betragen. Ist an dem Brenngerät ein Probehahn zur von Troben Prüfung der Lutterrückstände angebracht, so dürfen Proben durch den Brennereibesitzer nur rüstände- während des Abtriebs entnommen werden. Die Aufsichtsbeamten haben ab und zu, auch außerhalb der Abtriebszeit, dem Hahne Proben zu entnehmen und ihre Alkoholstärke mit einem vom Brennereibesitzer zu liefernden geeichten Lutterprober zu bestimmen. Zur Ent- nahme der Proben und Feststellung der Alkoholstärke ist der Brennereibesitzer oder sein Vertreter zuzuziehen. § 126. Zu Untersuchungszwecken sind Brennvorrichtungen ohne amtlichen Verschluß unter 41. Brennvor- folgenden Bedingungen gestattet: richtungen zur a) der Raumgehalt des Kochkolbens muß so bemessen sein, daß darin auf einmal luntersachtung höchstens eine Menge von 0,5 Liter der zu untersuchenden Flüssigkeit entgeistet werden kann; b5) enthält das gewonnene Erzeugnis Alkohol, so ist es zu vernichten oder auf das Brenngerät zu bringen oder in das Gerät zurückzugießen, dem die unter- suchte Probe entnommen ist. 8 1217. () Die Brennereigeräte dürfen während der Zeit, für die sie nicht zum Betrieb an-z Vefülltlassen gemeldet sind, mit Wasser befüllt sein. der Brennerei- (2) Es ist zulässig, daß die Brenngeräte nach Beendigung des Tagesbetriebs bis zum geräte. Beginne des nächsten Betriebs mit Lutter, Lutterrückständen, Schlempe oder teilweise ab- getriebener Maische befüllt bleiben und daß die Schlempe in der Blase erwärmt wird. 8 129. · DieDirektivbehördedarffüreinzelneBrennereienAbweichungenvondenBe-V1.Au8- stimmungen der §§ 85 bis 87, 111, 122 bis 127 gestatten. nahmen. § 130. Die Benutzung der anmeldepflichtigen Brennereigeräte zu anderen Zwecken als zum VII. Be- Brennereibetriebe bedarf der Genehmigung des Hauptamts. Dieses kann insbesondere ge- ** der nehmigen, daß die Geräte zur Gewinnung von Hefe ohne Branntweinerzeugung, zur Wieder= geräfr au an. gewinnung von versteuertem Branntwein aus Filterkohlen, zur Viehfutterbereitung oder zu deren Zwecken anderen wirtschaftlichen Zwecken (Wasserkochen usw.) benutzt werden. als zum Brennerei= betriebe.