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bildungen  im  Orient,  und  um  wichtige  Entwickelungen  in  Deutschland
  handelt.  Der  Glaube  ist  auch  längst  erschüttert,  daß  sich
größere  politische  Ereignisse  von  selbst  machen.  Diese  werden
in  der  Regel  durch  mächtige  Organe  als  Werkzeuge  der  Zeit
geschaffen.

Wir  versuchen  es,  den  Congreß  zu  Baden  in  seiner  politischen
  Bedeutung  zu  betrachten,  indem  wir  einen  Blick  auf  dier
Situation  in  den  europäischen  Hauptstaaten  werfen,  und  uns  eingehender
  mit  der  nächsten  Veranlassung  zum  Congresse,  so  wie
mit  dessen  Folgen  beschäftigen.

I.

In  Europa  stellt  sich  jetzt  die  Erscheinung  dar,  daß  Frankreich
  durch  das  Genie  seines  Herrschers,  seine  concentrirte  Machtentwickelung
  und  seine  revolutionäre  Politik,  welche  nach  außen
hin  gerichtet  die  Sympathien  der  Nation  genießt,  die  politische
Hauptrolle  spielt.  Es  scheint,  als  könnten  sich  die  Zeiten  Ludwigs
  XIV.  und  Napoleons  I.  wiederholen.  Die  Siege  über
Rußland  und  Oesterreich,  die  Betheiligung  am  italienischen.
Freiheitskriege,  die  Anregung  und  Ausbeutung  einer  Menge  von
politischen  zum  Theil  populären  Fragen,  wie  die  der  Nationalitäten
  und  der  natürlichen  Grenzen,  Kriegserfahrung  und  stete  mit
Erfolgen  verknüpfte  politische  Action  haben  Frankreich  ein  zeitiges
  Uebergewicht  verliehen,  welches  für  das  kurzsichtigste
Auge  erkennbar  ist.

Auch  in  den  Werken  des  Friedens  steht  es  voran.  Die
Schöpfung  einer  Flotte  fast  ohne  Gleichen,  die  öffentlichen  Arbeiten
  und  Bauten,  die  Colonisirung  Algiers,  die  Welt-Industrieausstellung
  von  1855  und  der  Abschluß  des  bedeutendsten
Handelsvertrages,  welchen  seit  der  Errichtung  des  Zollvereines
die  neuere  Geschichte  kennt,  beweisen,  welcher  Entwickelungen  und