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minder  glaubwürdige  Zeitungsnachrichten,  welche  sich  zum  Theil
widersprechen,  vor.

An  telegraphischen  Mittheilungen,  welche,  so  weit  sie  die
Verhandlungen  der  deutschen  Fürsten  unter  sich  betreffen,  zur
Kenntniß  des  Publikums  gebracht  sind,  müssen  folgende,  anscheinend
  officiöse,  Depeschen  hervorgehoben  werden:

1)  Baden--Baden,  Montag,  den  18.  Juni.

„Der  Prinz-Regent  von  Preußen  versammelte  heut  Nachmittag
  die  deutschen  Fürsten  im  Schlosse,  um  seinen  Dank  auszusprechen,
  daß  sie  ihm  bei  seiner  Begegnung  mit  dem  Kaiser  der
Franzosen  zur  Seite  gestanden,  um  gemeinsam  die  friedlichen
Versicherungen  desselben  zu  empfangen.  Die  Wahrung  der
Integrität  Deutschlands  werde  stets  die  erste  Sorge  des  Regenten
sein.  Er  werde  sich  in  Erfüllung  dieser  Aufgabe  auch  dadurch
nicht  beirren  lassen,  daß  seine  Auffassung  über  den  Gang  und  die
Ziele  der  preußischen  und  deutschen  Politik  von  Einigen  seiner
Bundesgenossen  nicht  getheilt  würde.  Oesterreich  habe  Schritte
zur  Verständigung  gethan,  auf  welche  der  Regent  großen  Werth
lege.  Wenn  dieselben  erzielt  sein  würden,  werde  er  die  deutschen.
Fürsten  davon  in  Kenntniß  setzen.  Der  Prinz-Regent  halte  fest
an  dem  Wege,  welchen  er  in  Preußen  und  in  Deutschland  bisher
eingeschlagen  habe,  und  er  hoffe,  daß  sich  auf  demselben  immer
mehr  deutsche  Regierungen  mit  ihm  vereinigen  würden.“

2)  Baden-Baden,  den  19.  Juni.

„Der  König  von  Würtemberg  hat  am  18.  Juni  dem  Prinz-Regenten
  im  Namen  der  Bundes-Regierungen  für  die  patriotische
Vertretung  der  Interessen  Deutschlands  seinen  Dank  so  wie  den
Wunsch  einer  Verständigung  zwischen  Oesterreich  und  Preußen
ausgedrückt,  für  welche  die  übrigen  Regierungen  ihre  guten
Dienste  anbieten.  Die  Regierungen  seien  mit  dem  Entwurfe
einer  Militär=  Convention  beschäftigt,  welche  sich  den  Gesichts-