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gleichzeitig  mit  der  Badener  Conferenz  erschienen,  und  Preußens
Hegemonie  in  Deutschland  offen  predige,  zu  verstehen?

Die  nationale  und  liberale  Presse  nimmt  in  ihren  Hauptvertretern
  ebenfalls  an,  daß  zwischen  dem  Prinz-Regenten  und
Napoleon  politische  Erörterungen  stattgefunden  haben,  beschränkt
diese  aber  auf  die  Besprechung  der  Nothwendigkeit,  daß  Deutschland
  sich  beruhige,  und  auf  den  Nachweis,  daß  es  dies  mit  gutem
Grunde  könne.  Napoleon  habe  gewiß  auf  seine  schwebenden
Aufgaben  in  Italien  und  im  Orient  hingewiesen,  welche  einen
Angriff  auf  Deutschland  und  einen  dadurch  entstehenden  Weltkrieg
ausschlössen.  Er  werde  Preußen  nicht  die  Zumuthung  gemacht
haben,  ohne  Benehmung  mit  den  andern  Großmächten  seine  Erwerbungen
  anzuerkennen,  über  die  Verträge  von  1815  Erklärungen
abzugeben  und  sich  für  weitere  Eventualitäten  in  Italien  und  im
Orient  einseitig  zu  einer  bestimmten  Stellung  zu  verpflichten.
Daß  aber  auf  Frankreichs  Mitwirkung  zur  Constituirung  innerer
deutscher  Verhältnisse  und  auf  die  Abtretung  der  Rheinlande  nicht
die  Rede  gekommen,  dafür  bürge,  abgesehen  von  Allem,  des  Prinz-Regenten
  Ehre  und  deutscher  Charakter,  so  wie  die  Hauptbedingung
  der  ganzen  Zusammenkunft  in  Baden,  daß  nämlich  auf
derselben  die  Integrität  deutschen  Gebietes  außer  aller  Frage  und
Besprechung  gestellt  sei.

Was  die  Verhandlungen  der  deutschen  Fürsten  unter  sich
über  die  rein  deutschen  Angelegenheiten  betrifft,  so  beschäftigt
sich  die  Presse  nur  in  geringem  Maaße  damit,  wie  die  Anwesenden
sich  über  die  Verhältnisse  und  Bezüge  Deutschlands  zum  Auslande
verständigt  haben,  in  welcher  Beziehung  nach  dem  Telegramm
vom  20.  Juni  eine  schließliche  Uebereinstimmung  erreicht  ist.  Es
ist  von  selbst  anzunehmen,  daß  sich  Rheinbundsgedanken  nicht
geäußert  haben  werden,  da  sich  die  Fürsten  im  Falle  eines  Angriffes
  wehren  und  ihrerseits  einen  Angriffskrieg  nicht  beginnen
werden.  Eine  Verständigung  aber  über  die  Mittel  der  Vertheidigung
  und  die  Führung  Deutschlands  im  Kriegsfalle  und  sonst