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Zuziehung  von  Ministern  Verständigungen  und  Ausgleichungen
in  der  inneren  Politik  anbahnen  sollten,  mit  solchem  eclatanten,
formalen  Zwiespalt  in  den  Hauptpunkten  dieser  Politik  endigen,
dann  darf  man  den  Congreß  in  dieser  Beziehung  als  fruchtlos
bezeichnen.  Die  öffentliche  Meinung  und  die  Presse  täuscht  sich
gewiß  auch  nicht,  wenn  sie  annimmt,  es  sei  dem  Prinz-Regenten
vertraulich  die  Entlassung  seines  Ministeriums  empfohlen,  man
habe  die  preußische  Behandlung  der  kurhessischen  Verfassungsfrage
  gemißbilligt  und  Repressiv-Maßregeln  gegen  den  Nationalverein
  vorgeschlagen.

VI.

Bei  der  Darstellung  und  Beurtheilung  der  nächsten  Folgen
des  Congresses  halten  wir  uns  nur  an  Thatsachen,  welche  nach
übereinstimmenden  und  glaubhaften  Mittheilungen  feststehen.  Es
hat  hiernach

1)  der  Kaiser  der  Franzosen  die  Initiative  zu  einer  persönlichen
  Zusammenkunft  mit  dem  Prinz-Regenten  von  Preußen
ergriffen,  und  zwar  in  der  wohlwollenden  Absicht,  manche  in
Deutschland  bestehende  Besorgnisse  zu  beruhigen.  Bei  dieser
Zusammenkunft  in  Baden  hat  Napoleon  III.  dem  Prinz-Regenten
und  den  ihm  zur  Seite  stehenden  deutschen  Fürsten  wiederholte
Versicherungen  der  friedlichen  und  freundschaftlichen  Gesinnungen
gegeben,  von  welchen  er  Deutschland  gegenüber  beseelt  sei,  und
sich  andererseits  überzeugt,  daß  diese  Gesinnungen  auf  deutscher
Seite  erwiedert  werden.  6

2)  Zwischen  dem  Prinz-Regenten  von  Preußen  und  den  in
Baden  versammelt  gewesenen  deutschen  Fürsten  haben  Besprechungen
  über  die  innere  deutsche  Politik  stattgefunden,  in  welchen
eine  Einigung  über  bestimmte  Differenzpunkte  nicht  eingetreten  ist.