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besondere,  bisher  nicht  beachtete  Bedürfnisse  bei  dem  Heere,
der  Marine  und  in  den  deutschen  Schutzgebieten  eine  Berück—
sichtigung  bei  der  Aufstellung  des  neuen  Arzneibuchs  er—
heischten.

Das  gewonnene  umfangreiche  Material  wurde  im  Ge—
sundheitsamte  bearbeitet  und  übersichtlich  geordnet.  Die
einzelnen  Zusammenstellungen  dienten  alsdann  dem  zuständigen
Ausschusse  des  Reichs-Gesundheitsrats  als  Unterlagen  für  seine
Beratungen.

Diese  Beratungen  haben  am  23.  und  24.  April  1908
im  Gesundheitsamte  stattgefunden.  Außer  23  Mitgliedern
des  Ausschusses  nahmen  daran  Vertreter  des  Reichsamts
des  Innern,  des  Kaiserlichen  Patentamts,  der  Königlich
Preußischen  Ministerien  des  Krieges,  der  geistlichen,  Unter—
richts=  und  Medizinalangelegenheiten  sowie  für  Landwirtschaft,
Domänen  und  Forsten,  der  Großherzoglich  Badischen  Regierung,
  des  Hamburgischen  Medizinalkollegiums  und  des
Gesundheitsamts  teil.  Der  Ausschuß  hatte  sich  außerdem
durch  Zuziehung  von  2  Sachverständigen  auf  dem  Gebiete
der  Botanik  und  Pharmakognosie  sowie  durch  2  Vertreter
der  klinischen  Medizin  verstärkt.

Neben  der  Auswahl  der  neu  aufzunehmenden  und  der
zur  Streichung  zu  empfehlenden  Arzneimittel  nahmen  bei
den  Beratungen  die  Erörterungen  über  die  künftige  Gestaltung
  des  Arzneibuchs  einen  breiten  Raum  ein.  Es  bestand
  Ubereinstimmung  darüber,  daß  das  Arzneibuch  vor  allem