XXXIV

Raumteile  Alkobol  und  Äther  gelöst  und  mit  0-Normal.
Kalilange  unter  Jusatz  von  1  cem  Wbenolphthaleinlösung  als
Indikator  titriert.  Sollte  während  der  Titration  ein  Teil  des
Fettes  sich  ausscheiden,  so  muß  von  dem  Lösungsgemisch  von
neuem  zugesetzt  werden.

Beispiel.  Angenommen,  es  seien  5,07  8  Schweineschmalz
  angewendet  und  zur  Titration  0,0  cem  /20-Normal-Kalilange
  (  0,09  cem  Normal-Kalilauge)  verbraucht  worden,
so  berechnet  sich  der  Säuregrad  nach  dem  Ansatz

0,09  100
5,07

b)  Die  Säurezahl  gibt  an,  wieviel  Milligramm
Kaliumhydroryd  notwendig  sind,  um  die  in  1  6  Wachs,
Harz  oder  Balsam  vorhandene  freie  Säure  zu  neutralisieren.

Die  Bestimmung  wird  nach  den  bei  den  einzelnen  Artikeln
  gegebenen  Vorschriften  ausgeführt.

—178.=Beispiel.

  Angenommen,  es  wurde  1  Kopaivabalsam
angewendet  und  es  wurden  zur  Neutralisation  der  freien
Säure  2,8  cem  weingeistige  --Normal-Kalilange  (1  cem
weingeistige  --Normal  Kalilaunge  28,0  55  mg  Kaliumhydroryd)
  verbraucht,  so  berechnet  sich  die  Säurezahl  nach
dem  Ansatz

2,  28  055

—  78,55

5“%
1

AUnter  Verseifungszahl  verstebt  man  die  Anzall
Milligramm  Kaliumhydroryd,  die  zur  Bindung  der  in  1  g
Fett,  Ol,  Wachs  oder  Balsam  enthaltenen  freien  Säure  und
zur  Zerlegung  der  Cster  erforderlich  ist.