XXXVII

Entfärbung  der  Flüssigkeit  ein  so  muß  man  noch  Jodgueckilerchloridmischung
  zusetzen.  Die  Jodmenge  muß  so  groß  sein,
daß  noch  nach  2  Stunden  die  Flüssigkeit  stark  braun  gefärbt  erscheint.
  Nach  dieser  Jeit  ist  die  Reaktion  beendet.  Bei  Leindl  und
Lebertran  muß  die  Reaktionsdauer  auf  18  Stunden  ausgedehnt
werden.  Die  Bestimmungen  sind  bei  Jimmertemperatur  und
unter  Vermeidung  direkten  Sonnenlichts  auszuführen.

Man  versetzt  dann  die  Mischung  mit  15  cem  Kaliumjodidlosung,
  schwenkt  um  und  fügt  100  ccm  Wasser  hinzu.
Scheidet  sich  hierbei  ein  roter  Niederschlag  aus,  so  war  die
zugesetzte  Menge  Kaliumsodidlosung  ungenügend  und  muß  durch
Zusatz  einer  weiteren  Menge  erhöbt  werden.  Man  läßt  nun
unter  hausigem  Schütteln  so  lange  ##10-Normal-Natriumthiosulfatlösung
  zufließen,  bis  die  wässerige  Flüssigkeit  und  die
Chloroformschicht  nur  noch  schwach  gefärbt  sind.  Alsdann
wird  unter  Zusatz  von  Starkelosung  zu  Ende  titriert.  Mit  jeder
Bestimmung  ist  zugleich  ein  blinder  Versuch  in  gleicher  Weise,
aber  ohne  Anwendung  eines  Fettes  oder  Oles,  zur  Feststellung
des  Wirkungswerts  der  Jodauecksilberchloridmischung  auszuführen.
  Bei  Leinöl  und  Lebertran  ist  sowohl  zu  Beginn
als  auch  am  Ende  der  Bestimmung  ein  blinder  Versuch  auszuführen
  und  der  Berechnung  des  Wirkungswerts  der  Jodquecksilberchloridmischung
  das  Mittel  dieser  beiden  Versuche
zugrunde  zu  legen.

Der  Berechnung  der  Jodzabl  ist  der  im  blinden  Versuche
  ermittelte  Wirkungswert  der  Jodquecksilberchloridmischung
zugrunde  zu  legen.

Beispiel.  Angenommen,  es  seien  0,6058  Schweineschmalz
  und  30  cem  Jodauecksilberchloridmischung  angewendet
worden.  Bei  dem  blinden  Versuche  seien  zur  Titration  des  Jodes