Acetanilidum.  —  Antifebrin.
CoII#.  NH  ·.  CO  C.  Mol.-Gew.  135,08.

Weiße,  glänzende  Kristallblättchen.  Antifebrin  ist  geruch—
los,  schmeckt  schwach  brennend  und  ist  in  230  Teilen  Wasser
von  155,  in  22  Teilen  siedendem  Wasser,  in  4  Teilen  Weingeist
von  155  sowie  leicht  in  Ather,  schwerer  in  Chloroform  löslich.

Schmelzpunkt  113°  bis  114.

Beim  Erhitzen  von  0,1  g  Antifebrin  mit  5  cem  Kalilauge
  tritt  der  Geruch  des  Anilins  auf;  wird  die  Flüssigkeit
nach  Zusatz  einiger  Tropfen  Chloroform  von  neuem  erhitzt,
so  tritt  der  widerliche  Isonitrilgeruch  auf.

Werden  0,2  g  Antifebrin  mehrere  Minuten  lang  mit
2  cem  Salzsäure  gekocht,  so  entsteht  eine  klare  Lösung.
Mischt  man  diese  Lösung  mit  4  cem  Karbolsäurelösung  und
fügt  Chlorkalklösung  hinzu,  so  entsteht  eine  schmutzig-violettblaue
Färbung,  die  auf  Zusatz  von  Ammoniakflüssigkeit  im  Uberschuß
  in  ein  beständiges  Indigoblau  übergeht.

Die  gesättigte  wässerige  Lösung  darf  Lackmuspapier  nicht
röten  (Essigsäure).  Die  gesättigte  wässerige  Lösung  darf  die
Farbe  verdünnter  Eisenchloridlösung  (149)  nicht  verändern
(Anilinsalze,  Phenole,  Phenyldimethylpprazolon).  0,1  g  Antifebrin
  muß  sich  in  1  cem  Schwefelsäure  ohne  Färbung  lösen
(organische  Verunreinigungen).  Beim  Schütteln  von  0,1  g.

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