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Glycerin  und  ist  fast  unlöslich  in  Ather.  Die  wässerige
Lösung  rötet  Lackmuspapier,  riecht  schwach  eigenartig,  jedoch
nicht  ätherartig  und  schmeckt  zusammenziehend.

Aus  der  wässerigen  Lösung  (1—  4)  wird  die  Gerbsäure
durch  Zusatz  von  Schwefelsäure  oder  von  gesättigter  Natriumchloridlösung
  abgeschieden.  Eisenchloridlösung  erzeugt  in  einer
wässerigen  Gerbsäurelösung  einen  blauschwarzen,  auf  Jusatz
von  Schwefelsäure  wieder  verschwindenden  Niederschlag.

2  cem  der  wässerigen  Lösung  (144)  müssen  beim  Vermischen
  mit  2  cem  Weingeist  klar  bleiben;  diese  Mischung
darf  auch  durch  Jusatz  von  1  cem  Ather  nicht  getrübt
werden  (Gummi,  Dextrin,  JSucker,  Salze).

Gerbsäure  darf  durch  Trocknen  bei  100%  höchstens
12  Prozent  an  Gewicht  verlieren.  Beim  Verbrennen  darf
sie  höchstens  0,2  Prozent  Rückstand  hinterlassen.

Acidum  tartaricum.  —  Weinsäure.
C  (Orh.  Cooll

.
CH  (OH).  COOH

Farblose,  durchscheinende,  säulenförmige,  luftbeständige
Kristalle,  die  oft  in  Krusten  zusammenhängen.  Weinsäure
verkohlt  beim  Erhitzen  unter  Verbreitung  des  Karamelgeruchs;
sie  löst  sich  in  1  Teil  Wasser  und  in  4  Teilen  Weingeist.

Die  wässerige  Lösung  (1—2)  gibt  mit  Kaliumacetatlösung
  einen  kristallinischen,  mit  überschüssigem  Kalkwasser
einen  anfangs  flockigen,  bald  kristallinisch  werdenden  Niederschlag,
  der  in  Ammoniumchloridlösung  und  in  Natronlange
löslich  ist,  aus  der  Lösung  in  Natronlange  sich  beim  Kochen

Mol.-Gew.  150,05.