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Eine  Lösung  von  2g  Wollfett  in  10  cem  Ather  muß
nach  dem  Zusatz  von  2  Tropfen  Phenolphthaleinlösung  farblos
bleiben  (freies  Alkali),  dagegen  sich  rot  färben,  wenn  sie
mit  0,1  cem  /16-Normal-Kalilange  versetzt  wird  (freie  Säure).

Werden  10  8  Wollfett  mit  50  g  Wasser  unter  beständigem
Umrühren  im  Wasserbade  geschmolzen,  so  muß  sich  beim
Erkalten  eine  matt  hellgelbe,  wasserfreie  Fettschicht  abscheiden.
Die  darunter  stehende  wässerige  Flüssigkeit  muß  klar  sein;
sie  darf  Lackmuspapier  nicht  verändern,  beim  Abdampfen  kein
Glycerin  hinterlassen  und  beim  Erbitzen  mit  Kalkwasser  keine
Dämpfe  entwickeln,  die  befeuchtetes  Lackmuspapier  bläuen
(Ammoniak).  10  cem  der  filtrierten  wässerigen  Flüssigkeit
müssen  nach  Zusatz  von  2  Tropfen  Kaliumpermanganatlösung
mindestens  15  Minuten  lang  rot  gefärbt  bleiben  (oxydierbare
organische  Verunreinigungen).

Wollfett  darf  beim  Verbrennen  höchstens  0,1  Prozent
Rückstand  hinterlassen.

Adeps  suillus.  —  Schweineschmalz.

Das  aus  dem  frischen,  ungesalzenen,  gewaschenen  Zell—
gewebe  des  Netzes  und  der  Nierenumhüllung  gesunder  Schweine
ausgeschmolzene  und  von  Wasser  befreite  Fett.

Schweineschmalz  ist  weiß,  streichbar  weich,  gleichmäßig
und  riecht  schwach  eigenartig,  nicht  ranzig;  es  schmilzt  bei
36  bis  165  zu  einer  Flüssigkeit,  die  in  einer  bis  zu  1  em
dicken  Schicht  farblos  und  vollständig  klar  ist.

Jodzahl  46  bis  66.  Säuregrad  nicht  über  2.

Die  Untersuchung  des  Schweineschmalzes  richtet  sich  außer
nach  den  in  den  „Allgemeinen  Bestimmungen  angegebenen

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