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tiefblau  wird  und  nach  weiterem  Zusatz  von  2  oder  3  Tropfen
Salpetersaure  eine  tiefrote  gFärbung  annimmt.  In  der
wässerigen  Lösung  (1/19)  rufen  Silbernitratlösung  und
Kalilange  einen  weißen  Niederschlag  hervor.
Wird  die  Lösung  eines  Körnchens  Kaliumferricyanid  in
10  cem  Wasser  mit  1  Tropfen  Cisenchloridlösung  versetzt,
so  darf  sie  durch  1  cem  der  wässerigen  Lösung  (1  +  99)
nicht  sofort  blau  gefärbt  werden  (Morphin).
Athylmorphinhydrochlorid  darf  durch  Trocknen  bei  1100
höchstens  9,5  Prozent  an  Gewicht  verlieren  und  darf  beim
Verbrennen  höchstens  0,1  Prozent  Rückstand  hinterlassen.
Vorsichtig  aufzubewahren.
Größte  Einzelgabe  0,03  g.
Größte  Tagesgabe  0,1  g.

Agaricinum.  —  Agaricinsäure.
CH,  ·  COOH
cOD.  COOE.  „n.I  Mol.-Gew.  443,34.
H  (Ci  Hu  ·  COOH

Weißes,  geruch=  und  geschmackloses,  kristallinisches  Pulver,
wenig  löslich  in  kaltem  Wasser,  Äther  und  Chloroform,
leicht  löslich  in  heißer  Essigsäure  und  in  heißem  Terpentinöl.
Agaricinsäure  quillt  in  heißem  Wasser  auf  und  löst  sich  in
siedendem  Wasser  zu  einer  klaren,  stark  schäumenden  Flüssig—
keit,  die  Lackmuspapier  rötet  und  sich  beim  Erkalten  trübt.
Agaricinsäure  löst  sich  in  180  Teilen  Weingeist  von  15%
und  in  10  Teilen  siedendem  Weingeist.  Die  Lösung  von