43

mittels  löslich  ist  und  sich  aus  dieser  Lösung  auf  genügenden
Zusatz  von  Ammoniumchloridlösung  wieder  ausscheidet.  In
der  gesättigten  wässerigen  Lösung  erzeugt  Weinsäurelösung
innerhalb  einer  halben  Stunde  bei  zeitweiligem  kräftigem
Schütteln  einen  kristallinischen  Niederschlag.  Mit  Baryumnitratlösung
  entstebt  ein  weißer,  in  verdünnten  Säuren  unlöslicher
  Niederschlag.

Wird  Alaun  auf  Platinblech  erbitzt,  so  schmilzt  er  leicht,
bläht  sich  dann  stark  auf  und  läßt  eim  schaumige  Masse
zurück.

Die  wässerige  Lösung  (1#.19)  darf  nach  Zusatz  von
einigen  Tropfen  Salzsaure  durch  Schwefelwasserstoffwasser
nicht  verändert  werden  (Schwermetallsalsc).  20  cem  der
wässerigen  Lösung  dürfen  durch  0,5  cem  Kaliumferrocyanidlösung
  nicht  sofort  gebläut  werden  (Eisensalee).

Erbitzt  man  1  g  gepulverten  Alaun  mit  1  cem  Wasser
und  3  cem  Natronlange,  so  darf  sich  kein  Ammoniak
entwickeln  (Ammoniumsalze).

Alumen  ustum.  —  Gebrannter  Alaun.
K  Al(SOMol.-Gew.  258)3.

Weißes  Pulver,  das  sich  in  30  Teilen  Wasser  innerhalb
48  Stunden  zu  einer  nur  schwach  getrübten  Flüssigkeit  löst.

Hinsichtlich  seiner  Reinheit  muß  gebrannter  Alaun  den  an
Alaun  gestellten  Anforderungen  genügen;  für  die  Prüfungen
sind  Lösungen  von  1  Teil  gebranntem  Alaun  in  39  Teilen
Wasser  zu  verwenden.

Gebrannter  Alaun  darf  beim  Erhitzen  höchstens  10  Prozent
an  Gewicht  verlieren  (unzulässiger  Wassergehalt).  Das  Erhitzen