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Ammoniacum.  —  Ammoniakgummi.

Das  Gummiharz  von  Dorema  ammoniacum  Don  und
anderen  Arten  der  Gattung  Dorema.

Ammoniakgummi  bestebt  aus  losen  oder  zusammenhängenden
  Kornern  oder  aus  größeren  Klumpen  von  bräunlicher,  auf
dem  frischen  Bruche  weißlicher  Farbe.  In  der  Kaälte  ist
Ammoniakgummi  spröde,  in  der  Wärme  erweicht  es,  ohne
klar  zu  schmelzen.  Ammoniakgummi  riecht  eigenartig  und
schmeckt  bitter,  scharf  und  würzig.

Die  beim  Kochen  mit  10  Teilen  Wasser  entstehende  trübe
Flüssigkeit  wird  durch  Eisenchloridlösung  schmutzig  rotviolett
gefäarbt.  Beim  Zerreiben  von  1  Teil  Ammoniakgummi  mit
3  Teilen  Wasser  bildet  sich  eine  weiße  Emulsion,  die  auf
Zusatz  von  Natronlange  gelb,  dann  braun  wird.

Kocht  man  5  g  fein  zerriebenes  Ammoniakgummi  mit
15  g  rauchender  Salzsäure  eine  Viertelstunde  lang,  filtriert
durch  ein  angefeuchtetes  Filter  und  übersättigt  das  klare
Filtrat  vorsichtig  mit  Ammoniakflüssigkeit,  so  darf  die
Mischung  im  auffallenden  Lichte  keine  blaue  Fluorescenz
zeigen  (Galbanum,  afrikanisches  Ammoniakgummi).

Der  beim  vollkommenen  Ausziehen  von  Ammoniakgummi
mit  siedendem  Weingeist  hinterbleibende  Rückstand  darf  nach
dem  Trocknen  bei  1005  höchstens  40  Prozent  der  ursprünglichen
  Masse  betragen.  Ammoniakgummi  darf  beim  Verbrennen
  höchstens  7,5  Prozent  Rückstand  hinterlassen.

Jur  Herstellung  des  Bulvers  wird  Ammoniakgummi  über
gebranntem  Kalk  getrocknet  und  dann  bei  moglichst  niedriger
Temperatur  zerrieben.