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Mikroskopische  Untersuchung.  Reisstärke  besteht  aus
kleinen,  meist  vieleckigen,  scharfkantigen,  manchmal  zu  mehreren
zusammenhängenden  Körnchen  von  2  bis  10,  meist  4  bis  64
Durchmesser,  die  aus  dem  Zerfalle  viel  größerer,  länglich—
runder,  zusammengesetzter  Körner  hervorgegangen  sind.  Die
zusammengesetzten  Stärkekörner  sowie  deren  größere  Bruch—
stücke  trifft  man  nur  selten  in  der  Reisstärke  an.

Reisstärke  darf  durch  Trocknen  bei  100%  höchstens  12  Prozent
  an  Gewicht  verlieren  und  beim  Verbrennen  höchstens
1  Prozent  Rückstand  hinterlassen.

Amylum  Tritici.  —  Weizenstärke.

Das  Stärkemehl  der  Früchte  von  Triticum  sativum
Lamarck.

Weizenstärke  ist  ein  weißes,  feines,  geruch-  und  geschmack—
loses,  beim  Reiben  zwischen  den  Fingern  knirschendes  Pulver.

1  Teil  Weizenstärke  gibt,  mit  50  Teilen  Wasser  gekocht,
einen  nach  dem  Erkalten  dünnflüssigen,  geruchlosen,  trüben
Kleister,  der  Lackmuspapier  nicht  verändert  und  durch
1  Tropfen  Jodlösung  blau  gefärbt  wird.

Mikroskopische  Untersuchung.  Weizenstärke  besteht
aus  2  deutlich  verschiedenen,  kaum  Ubergangsformen  zeigenden
Arten  von  Stärkekörnern,  den  sehr  kleinen,  kugeligen,
selten  etwas  eckigen  bis  schwach  spindelförmigen,  2  bis  9,
meist  5  bis  7  ½  im  Durchmesser  betragenden  Kleinkörnern
und  den  viel  größeren,  linsenförmigen,  in  der  Flachenansicht
rundlichen,  kernlosen,  ungeschichteten  oder  nur  außerst  schwach
konzentrisch  geschichteten,  spaltfreien  oder  manchmal  in  der
spindelförmigen  Seitenansicht  einen  Längsspalt  zeigenden,