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Atropinum  sulfuricum.  —  Atropinsulfat.
(Crlla  O,  N),  II  SO,  H.O  Mol.-Gew.  694,49.

Weißes,  kristallinisches  Pulver.  Atropinsulfat  löst  sich
in  1  Teil  Wasser  und  in  3  Teilen  Weingeist;  in  Ather  und
in  Chloroform  ist  es  fast  unlöslich.  Die  Lösungen  sind
farblos,  verändern  Lackmuspapier  nicht  und  schmecken  bitter
und  nachhaltig  kratzend.  An  der  Luft  verliert  Atropinsulfat
meist  einen  Teil  seines  Kristallwassers;  bei  100°%  wird  es
wasserfrei.  Gibt  man  zu  0,01  g  Atropinsulfat,  das  im
Probierrohre  bis  zum  Auftreten  weißer  Nebel  erhitzt  wurde,
1,5  cem  Schwefelsäure,  erwärmt  dann  bis  zur  beginnenden
Bräunung  und  setzt  sofort  vorsichtig  2  cem  Wasser  hinzu,
so  tritt  ein  eigenartiger  Geruch  auf;  nach  Zusatz  eines
kleinen  Kristalls  von  Kaliumpermanganat  riecht  die  Flüssigkeit
nach  Bittermandelöl.

Wird  0,01  8  Atropinsulfat  mit  5  Tropfen  rauchender
Salpetersäure  in  einem  Porzellanschälchen  im  Wasserbad  eingetrocknet,
  so  hinterbleibt  ein  kaum  gelblich  gefärbter  Rückstand,
  der  nach  dem  Erkalten  beim  Ubergießen  mit  weingeistiger
  Kalilange  eine  violette  Farbe  annimmt.

Die  wässerige  Lösung  (14  59)  wird  durch  Natronlange
getrübt,  dagegen  dürfen  10  cein  der  wässerigen  Lösung  durch
4  cem  Ammoniakflüssigkeit  nicht  sofort  verändert  werden
(Apoatropin).  0,05  g  Atropinsulfat  müssen  sich  in  1  cem
Schwefelsäure  ohne  Färbung  lösen;  auch  nach  Zusatz  von
1  Tropfen  Salpetersäure  darf  sich  diese  Lösung  nicht  färben
(fremde  Alkaloide).

Das  aus  der  wässerigen  Lösung  (1421)  auf  Lusatz  von
Ammoniakflüssigkeit  nach  einiger  Zeit  in  Kristallen  ausgeschiedene