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Der  Kautschuk  wird  in  einer  starkwandigen,  trockenen
Glasflasche  mit  600  Teilen  Petroleumbenzin  übergossen  und
bei  Zimmertemperatur  ohne  Umschütteln,  jedoch  unter  öfterem
Wenden  des  Gefäßes  so  lange  stehen  gelassen,  bis  eine
gießbare  und  gleichmäßige  Lösung  entstanden  ist.

Das  Wollfett  wird  mit  dem  Kopaivabalsam  zusammen—
geschmolzen  und  das  Gemisch  etwa  10  Minuten  lang  auf
100  erhitzt.  Die  halb  erkaltete  Mischung  wird  mit  dem
Oinkoryd  und  der  Veilchenwurzel,  die  beide  bei  100%  getrocknet
  worden  sind,  zu  einer  gleichmäßigen  Salbe  verrieben.
Diese  wird  gelinde  erwärmt  und  mit  120  Teilen  Petroleumbenzin
  vermiseht.  Die  völlig  erkaltete  Mischung  wird  der
Kautschuklösung  zugesetzt.

Die  umgeschüttelte  Mischung  wird,  wenn  nichts  anderes
vorgeschrieben  ist,  auf  ungesteiften  Schirting  zu  einem  mit
dem  Schirting  0,0  mm  dicken  Pflaster  ausgestrichen.  Das
bestrichene  Gewebe  läßt  man  auf  fester  Unterlage  bei  Zimmertemperatur
  liegen,  bis  alles  Petroleumbenzin  verdunstet  ist.

Zinkkautschukpflaster  ist  gelblich  und  klebt  stark.

Kühl  aufzubewahren.

Collodium.  —  Kollodium.

Rohe  Salpetersäure  ..  .  .  .  .  .  .  .  .  80  Teile
Rohe  Schwefelsäure  .  .  .  .  .  .  .  ..  .  200  Teile
Gereinigte  Baumwolle  .  .  .  .  .  .  .  .  11  Teile.

Die  rohe  Salpetersaure  wird  vorsichtig  mit  der  roben
Schwefelsaure  gemischt.  Nachdem  die  Mischung  bis  auf  20%
abgelühlt  ist,  drückt  man  die  gereinigte  Baumwolle  in  sie
ein  und  läßt  21  Stunden  lang  bei  Zimmertemperatur  stehen.