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wenn  man  die  Rinde  in  Kalkwasser  einweicht.  Faulbaum—
rinde  schmeckt  schleimig,  süßlich  und  etwas  bitter.

Ein  mit  siedendem  Wasser  bereiteter  Auszug  (1—+  100)  färbt
sich  durch  gleich  viel  Ammoniakflüssigkeit  sofort  kirschrot,  mit
wenig  Eisenchloridlösung  sofort  braun.

Mikroskopische  Untersuchung.  Auf  die  einen  roten
Zellinhalt  führende  Korkschicht  folgen  einige  Lagen  etwas
dickwandiger  Zellen,  dann  dünnwandiges  Parenchym  der
primären  Rinde.  In  ihre  Zellen  sind  häufig  Oralatdrusen
eingelagert,  auch  findet  man  hier  vereinzelte  Bündel  von
Sklerenchymfasern.  Die  sekundäre  Rinde  wird  von  Markstrablen
  durchzogen,  die  1  bis  3  Zellen  breit  und  10  bis
25  Zellen  hoch  sind.  In  den  Nindensträngen  liegen  breite
Bündel  langer,  12  bis  244  dicker,  fast  farbloser  Sklerenchymfasern,
  die  von  Kristallkammerfasern  mit  gut  ausgebildeten
Einzelkristallen  begleitet  sind,  während  im  übrigen  Parenchym
auch  Oralatdrusen  vorkommen.  Die  Siebröhren  der  Rindenstrange
  sind  verbältnismäßig  weit.  Die  Sklerenchymfaserbündel
  sind  im  inneren  Teile  der  Rinde  zu  Tangentialreiben
angeordnet.  Steinzellen  fehlen  der  Rinde.

Corter  Granati.  —  Granatrinde.

Gebalt  mindestens  0,4  Prozent  Granatrindenalkaloide,
durchschnittliches  Mol.-Gew.  148.

Die  getrocknete  Rinde  der  oberirdischen  Achsen  und  der
Wurzeln  von  Punica  granatum  Linné.  Granatrinde  ist
1  bis  3  um  dick;  ihr  Bruch  ist  glatt  und  gleichmäßig  gelblich,
nur  in  einer  dünnen  Außenschicht  manchmal  etwas  braun
oder  grau.  Granatrinde  schmeckt  herbe,  nicht  bitter.