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Unter  der  Lupe  zeigt  der  Querschnitt  eine  deutlich  radialstreifige,
  sekundäre  Rinde;  besonders  in  den  außeren  Teilen
der  Rinde  lassen  sich  zahlreiche,  bellere  Steinzellnester  erkennen.
Wird  die  Innenseite  der  Rinde  mit  Kalkwasser  betupft,  so
färbt  sie  sich  sofort  rot.

Amerikanische  Faulbaumrinde  muß,  mit  einem  Gemisch
von  3  Teilen  Weingeist  und  7  Teilen  Wasser  vollkommen
ausgezogen,  mindestens  24  Prozent  Ertrakt  geben  und  darf
beim  Verbrennen  hböchstens  6  Prozent  Rückstand  hinterlassen.

Mikroskopische  Untersuchung.  Die  starke  Korkschicht
besteht  aus  dünnwandigen,  flachen,  einen  rotbraunen  Inhalt
führenden  Zellen.  Das  dünnwandige  Parenchym  der  primären
Ninde  enthalt  reichlich  Calciumoralatdrusen.  In  der  primären
und  in  den  außeren  Partien  der  sekundären  Rinde  finden
sich  sehr  zahlreiche,  große  Rester  von  unregelmäßig  gestalteten
Steinzellen;  die  sekundäre  Rinde  enthält  außerdem  zahlreiche,
  tangentiale  Bänder  bildende  Sklerenchymfasergruppen,
die,  wie  die  Steinzellnester,  von  Kristallkammerfasern  mit  gut
ausgebildeten  Einzelkristallen  umbüllt  werden.  Die  bellgelben
Markstrablen  sind  gewöhnlich  3  bis  5,  seltener  nur  1  bis  2  Zellreihen
  breit.  Stärke  ist  spärlich  vorhanden.

Das  gelbbraunc  bis  gelbrötliche  Pulver  ist  gekennzeichnet
durch  die  Fetzen  der  Korkschicht  mit  ihrem  rotbraunen  Inhalt,
Barenchymfetzen  mit  Calciumoralatdrusen,  Sklerenchymfasern
und  Bruchstücke  solcher,  die  von  Kristallkammerfasern  begleitet
werden,  vielgestaltige  Steinzellen  und  Steinzellgruppen.  Wird
dem  Vulver  Kalilauge  zugesetzt,  so  färbt  sich  der  Inbalt
aller  Barenchumzellen  sehön  rot  bis  purpurrot.

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