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getrockneter  Safran  darf  beim  Verbrennen  höchstens  6,5  Pro—
zent  Rückstand  hinterlassen.

Mikroskopische  Untersuchung.  Die  Narbenschenkel
bestehen  aus  dünnwandigem  Parenchym,  dessen  Zellen  von
einem  orangeroten  Farbstoff  erfüllt  sind,  und  das  von  feinen
Leitbundeln  durchzogen  wird.  In  den  Grund  jedes  Narbenschenkels
  tritt  ein  einziges,  zartes  Leitbündel  ein,  das  sich  nach
oben  zu  wiederbolt  gabelig  verzweigt,  so  daß  im  vberen,
breiten  Teile  ungefähr  20  Leitbündel  blind  endigen.  Die
Epidermiszellen  sind  längsgestreckt,  rechteckig;  die  am  Rande
des  Trichters  stebenden  sind  zu  je  einer  Narbenpapille  ausgezogen,
  zwischen  denen  häufig  große,  runde  Pollenkörner  sitzen.

Das  Bulver  zeigt,  in  Wasser  untersucht,  nur  Bruchstücke
  zartwandiger,  vrangeroter  Zellen,  zwischen  denen  man
häufig  kleine  Leitbündel  verlaufen  sieht,  die  sich  durch
besonders  enge  Spiralgefäße  auszeichnen.  Mitunter  sind
Narbenpapillen  und  Pollenkörner  zu  erkennen.  Bei  Untersuchung
  des  Pulvers  in  Olivenöl  dürfen  nur  dunkelorangerote
  Sellfetzen  beobachtet  werden;  Kristalle  oder  kristallalmliche
  Korper  dürfen  den  Pulverteilchen  nicht  anhaften
(Zucker).

Laßt  man  zu  einem  trockenen  Präparate  des  Pulvers
unter  dem  Deckgläschen  einen  Tropfen  Schwefelsäure  fließen,
so  umgeben  sich  die  Teilchen  sofort  mit  einer  tiefblauen  Sone
und  nehmen  auch  selbst  diese  Farbe  an,  die  aber  bald  in
violett  und  braunrot  übergeht.

In  gut  verschlossenen  Gefäßen,  vor  Licht  geschutzt
  aufzubewahren.