150

Cubebae.  —  Kubeben.

Die  getrockneten,  noch  nicht  vollig  reifen  Steinfrüchte
von  Piper  cubeba  Linnd  sil.

Die  Frucht  hat  einen  Durchmesser  von  4  bis  5  mm,
ist  tugelig,  graubraun,  graubläulich  bis  grauschwarz,  meistens
stark  gerunzelt,  am  Scheitel  mit  3  bis  5  mehr  oder  weniger
deutlichen  Narbenlappen  versehen  und  am  Grunde  in  einen
5  bis  10,  meist  6  bis  8  mm  langen,  kaum  1  mm  dicken,
stielartigen  Fortsatz  ausgezogen.  Der  Langsschnitt  läßt  eine
0,4  bis  0,5  mm  dicke  Fruchtwand  erkennen;  in  der  von
dieser  umschlossenen  Höhlung  findet  sich  ein  unreifer,  stark
geschrumpfter  Same,  der  am  Grunde  mit  der  Fruchtwand
verwachsen  ist.  Kubeben  riechen  würzig  und  schmecken  würzig,
etwas  scharf  und  bitter.

Setzt  man  zu  einem  Stückchen  der  Frucht  einen  Tropfen
einer  Mischung  von  4  Teilen  Schwefelsaure  und  1  Teil
Wasser,  so  färbt  sich  die  Säure  stark  rot.

Kubebenpulver  darf  beim  Verbrennen  höchstens  8  Prozent
Rückstand  hinterlassen.

Mikroskopische  Untersuchung.  Oie  Epidermis  der
Fruchtwand  ist  kleinzellig.  Unter  ihr  liegt  eine  Schicht
kleiner,  quadratiseher  Steinzellen,  die  manchmal  durch
Parenchym  unterbrochen,  manchmal  verdoppelt  erscheint.
Das  darauf  folgende  Parenchym  ist  dünnwandig  und  enthalt
zahlreiche  Sekretzellen.  Die  Fruchtwand  wird  innerhalb
der  unscheinbaren  Innenepidermis  durch  eine  Hartschicht
abgeschlossen,  die  aus  1,  selten  2  oder  3  Schichten  von
großen,  radial  gestreckten,  grob  getüpfelten  Steinzellen  besteht.
  Denselben  Bau  wie  die  Fruchtwand  zeigt  auch  im