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I

Diacetylmorphinum  hydrochloricum.
Diaretylmorphinhydrochlorid.
Heroinhydrochlorid.

CellON  (0.  CO  CIIDIIC!  Mol.-Gew.  405,66.

Weißes,  kristallinisches,  geruchloses  Pulver,  das  bitter
schmeckt  und  leicht  löslich  in  Wasser,  schwerer  löslich  in
Weingeist,  unlöslich  in  Ather  ist.  Die  wässerige  Lösung
rötet  Lackmuspapier.

Schmelzpunkt  etwa  2300.

Diacetylmorphinhydrochlorid  löst  sich  in  Salpetersäure
mit  gelber  Farbe.  Beim  Erhitzen  einer  Lösung  von
0,!1  g  Diacetylmorphinhydrochlorid  in  2  cem  Weingeist
mit  1  cem  Schwefelsaure  tritt  der  Geruch  des  Cssigäthers
  auf.  In  der  wässerigen,  mit  Salpetersäure  angesäuerten
  Lösung  ruft  Silbernitratlbsung  cinen  weißen
Niederschlag  hervor.  Bringt  man  0,1  8  Diacetylmorphinbydrochlorid
  zu  2  cem  einer  Lösung  von  Heramethylentetramin
in  Schwefelsäure  (1—+  19),  so  entsteht  eine  rosa  gärbung,
die  rasch  über  Rotviolett  in  ein  sattes  Blau  übergeht.
Wird  0,1  Duacetylmorphinhydrochlorid  mit  1  cem
Schwefelsäaure  auf  dem  Wasserbad  erwärmt  und  die
Lösung  nach  dem  Abkühlen  mit  6  cocm  Wasser  verdünnt,
so  ruft  ein  Jusatz  von  1  Tropfen  Kaliumferrichanidlösung
und  3  Tropfen  verdünnte  Eisenchloridlösung  (1  +  9)  zunächst
  Blaufärbung  und  dann  Abscheidung  eines  blauen
Niederschlags  hervor.

Die  wässerige  Lösung  (1  +  99)  darf  durch  Baryumnitratlösung
  (Schwefelsäure)  oder  verdünnte  Schwefelsäure