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Rückstand  wird  in  gleicher  Weise  mit  3  Teilen  verdünntem
Weingeist  3  Tage  lang  behandelt.  Die  abgepreßten  Flüssig—
keiten  werden  vereinigt,  nach  2tägigem  Stehen  filtriert
und  durch  Eindampfen  im  Wasserbade  vom  Weingeist  befreit.
Der  Auszug  wird  hierauf  mit  der  gleichen  Menge  Wasser
verdünnt,  nach  24stündigem  Stehen  filtriert  und  das  Filtrat
zu  einem  dicken  Extrakt  eingedampft.

Durch  Zusatz  von  gereinigtem  Süßholzsaft  wird  erforder—
lichenfalls  das  Ertrakt  auf  einen  Hyoscyamingehalt  von

5  Prozent  gebracht.

Tollkirschenertrakt  ist  dunkelbraun  und  in  Wasser  fast
klar  löslich.

Gehaltsbestimmung.  3  8  Tollkirschenextrakt  löst  man
in  einem  Arzneiglas  in  58  Wasser  und  58g  absolutem
Alkohol,  fügt  70  g  Äther  sowie  nach  kräftigem  Umschütteln
5  cem  Natriumearbonatlösung  hinzu  und  läßt  das  Gemisch
unter  häufigem,  kräftigem  Umschütteln  1  Stunde  lang  stehen.
Nach  vollständiger  Klärung  filtriert  man  50  g  der  ätherischen
Lösung  (=  2  L  Tollkirschenextrakt)  durch  ein  trockenes,  gut
bedecktes  Filter  in  ein  Kölbchen  und  destilliert  etwa  ½  des
Atbers  ab.  Den  erkalteten  Rückstand  bringt  man  in  einen
Scheidetrichter  (1),  spült  das  Kölbchen  dreimal  mit  je  5  cem
Ather,  dann  mit  10  cem  verdünnter  Salzsäure  (1—99)  nach,
gießt  auch  diese  Flüssigkeiten  in  den  Scheidetrichter  und  schüttelt
hierauf  2  Minuten  lang  kräftig.  Nach  vollständiger  Klärung
läßt  man  die  Salzsäurelösung  in  einen  Scheidetrichter  (II)  abfließen
  und  wiederholt  das  Ausschütteln  noch  zweimal  in
derselben  Weise  mit  je  5  cem  verdünnter  Salzsäure  (1+99),
die  zuvor  zum  weiteren  Ausspülen  des  Kölbchens  verwendet
wurden.