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Ferrum  sulfuricum  crudum.  —  Eisenpitriol.

Grüne  Kristalle  oder  kristallinische  Bruchstücke,  die  meist
etwas  feucht,  bisweilen  an  der  Oberfläche  weißlich  bestaust
sind.  Eisenvitriol  gibt  mit  2  Teilen  Wasser  eine  etwas
trübe,  Lackmuspapier  rötende  Flüssigkeit  von  zusammenziebendem,
  tintenartigem  Geschmacke.

Die  wässerige  Lösung  (144)  darf  keinen  erheblichen
ockerartigen  Vodensatz  (basisches  Ferrisulfat)  absetzen  und  muß
nach  dem  Filtrieren  eine  blangrüne  Farbe  zeigen.  Nach  dem
Ansauern  mit  Salzsäure  darf  sie  durch  Schwefelwasserstoffwasser
  höchstens  sehwach  gebräunt  werden  (Kupfersalze).

Ferrum  Ssulfuricum  siccum.
Getrocknetes  Ferrosulfat.

Gehalt  an  Eisen  mindestens  30,2  Prozent.

(Ferrosulfat  wird  in  einer  VPorzellanschale  im  Wasserbad
allmählich  erwärmt,  bis  es  35  bis  36  Prozent  an  Gewicht
verloren  hat.

Getrocknetes  Ferrosulfat  ist  ein  weißliches  Pulver,  das
sich  in  Wasser  langsam  zu  einer  meist  opalisierend  getrübten
Flüssigkeit  lost.  Im  übrigen  muß  es  binsichtlich  seiner  Reinbeit
den  an  Ferrosulfat  gestellten  Anforderungen  genügen.

Gebhaltsbestimmung.  5),2  8  getrocknetes  Ferrosulfat
werden  in  10  cem  verdünnter  Schwefelsaure  gelöst,  die
Lösung  mit  halbprozentiger  Kaliumpermanganatlösung  bis
zur  schwachen  Röotung  versetzt.  Nachdem  die  Flüssigkeit  durch
Zusatz  von  Weinsaurelösung  wieder  entfärbt  worden  ist,  gibt
man  2  8  Kaliumjodid  hinzu  und  läßt  die  Mischung  1  Stunde