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Flores  Chamomillae.  —  Kamillen.

Die  getrockneten  Blütenköpfchen  von  Matricaria  chamomilla
  Linno.

Der  Hüllkelch  besteht  aus  grünen,  am  Rande  trockenhäutigen
  und  weißen,  in  etwa  3  Reihen  angeordneten  Hochblattern.
  Der  Blütenboden  ist  hohl,  nackt,  bei  jüngeren
Blütenkopfchen  halbkugelig,  bei  alteren  legelformig.  Er  ist
mit  12  bis  18  weißen  Jungenblüten,  die  eine  dreizähnige,
viernervige  Krone  besitzen,  und  mit  zahlreichen  gelben
Roöhrenblüten  besetzt.  Kamillen  riechen  kräftig  würzig  und
schmecken  etwas  bitter.

Flores  Cinae.  —  Jitwerblüten.

Die  getrockneten,  noch  geschlossenen  Blütenköpfchen  von
Artemisin  cina  Boy.

Das  Vlütenkopfehen  ist  oval  oder  länglich,  ungefähr
2  bis  4  mm  lang  und  1  bis  1,5  mm  dick,  gerundet-kantig,
etwas  höckerig,  fast  kahl,  gelbgrun  oder  braunlichgrün.  Der
Hüllkelch  bestebt  aus  12  bis  20  ovalen  bis  länglichen,  sich
dachziegelig  deckenden  Blättchen.  Diese  sind  mit  farblosem,
häutigem  Rande  und  über  dem  Mittelnerven  mit  einer  kielförmigen
  Erhöhung  versehen.  Der  Blütenboden  ist  schlank,
walzenförmig  und  kahl.  Der  Hüllkelch  umschließt  3  bis
5*  Knöspehen  von  zwitterigen  Röhrenblüten.  Jitwerblüten
riechen  eigenartig,  würzig  und  schmecken  widerlich  bitter  und
küblend.  Weingeistige  Kalilange  färbt  das  Pulver  gelb.

Jitwerblütenpulver  darf  beim  Verbrennen  hochstens
10  Prozent  Rückstand  hinterlassen.