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Kronenblättern  trägt,  die  jedoch  an  der  Droge  meist  abgefallen
  sind.  Die  fast  1  cm  langen,  außeren,  länglichovalen
  Kelchblatter  sind  flach  ausgebreitet,  die  kaum  3  mun
langen  inneren,  ovalen  sind  nach  außen  zu  umgeschlagen
und  oben  zusammengeneigt.  Im  Grunde  des  Blütenbechers
steben  2  Stempel,  von  denen  sich  oft  einer  zu  einem  Nüßchen
entwickelt  hat.

Kosobluten  riechen  schwach,  eigenartig  und  schmecken
etwas  bitter,  kratzend  und  zusammenziehend.

Von  den  Sweigen  der  Blütenstandsachse  dürfen  Kosoblüten
nur  wenige  der  dünnsten,  hochstens  0,5  mm  dicken,  enthalten
  und  von  den  laubblattartigen  Deckblättern  nur  die
geringen  Mengen,  die  beim  Abstreifen  der  Blüten  binein
gelangen.  Sie  müssen  frei  sein  von  den  kleinen,  durch  ihre
pollenreichen  Staubbeutel  ausgezeichneten  männlichen  Blüten.

Kosoblütenpulver  darf  beim  Verbrennen  höchstens  9  Prozent
Rückstand  hinterlassen.

Mikroskopische  Untersuchung.  Das  Grundgewebe
der  Vor=  und  Kelchblätter  wird  von  Armparenchym  gebildet
und  enthält  Calciumoralatdrusen.  Im  Gewebe  des  Blütenbechers
  kommen  kleine  Einzelkristalle  von  Calciumoralat  vor.
Die  Haare  sind  einzellige,  dickwandige  Borsten  von  verschiedener
  Größe,  einzellige,  dünnwandige  Schlauchbaare,
Drüsenhaare  mit  gelrümmtem,  mehrzelligem  Stiele  und  eiförmigem,
  mehrzelligem  Köpfchen  und  solche  mit  geradem,
mehrzelligem  Stiele  und  kugeligem,  einzelligem,  oft  sebr
großem  Köpschen.

Das  graubräunliche  Pulver  ist  gekennzeichnet  durch  die
Bruchstücke  der  Vor=  und  Kelchblätter  sowie  des  Blütenbechersund
  der  Stempel,  die  verschiedenen  Haare  oder  deren  Vruchstücke