und  im  Gewebe  der  Nerven  kommen  Kristallsandzellen  vor.
Die  besonders  an  den  Nerven  der  Unterseite  vorhandenen
Haare  sind  teils  lange,  einfache,  dünnwandige,  schlaffe,  glatte,
mehrzellige  Haare,  teils  Drüsenhaare  mit  einzelligem,  rundem
Köpfchen  auf  langem,  in  der  Regel  mehrzelligem  Stiele,
teils  solche  mit  kurzem  Stiele  und  kolbenförmigem,  meist
gekrümmtem  Köpfchen,  das  aus  bis  6  in  2  Reihen  an—
geordneten  Zellen  besteht.

Das  ohne  Rückstand  zu  bereitende  grüne  Pulver  ist  gekennzeichnet
  durch  die  Kristallsandzellen  und  den  Kristallsand,
die  Bruchstücke  der  Haare  und  Stückchen  der  Epidermis  mit
den  Spaltöffnungen.

Gehaltsbestimmung.  20  fein  gepulverte  Tollkirschenblätter
  übergießt  man  in  einem  Arzneiglase  mit  120  9  Ather
sowie  nach  kräftigem  Umschütteln  mit  5  g  N  katronlange  und
5  3  Wasser  und  läst  das  Gemisch  unter  häufigem,  kräftigem
Umschütteln  1  Stunde  lang  stehen.  Nach  vollständiger
Klärung  filtriert  man  60  g  der  ätherischen  Lösung  (=  108g
Tollkirschenblätter)  durch  ein  trockenes,  gut  bedecktes  Filter
in  ein  Kölbchen  und  destilliert  etwa  2%  des  Athers  ab.
Den  erkalteten  Rückstand  bringt  man  in  einen  Scheidetrichter
  (D),  spült  das  Kölbchen  dreimal  mit  je  5  cem  Atber,
dann  einmal  mit  10  cem  verdünnter  Salzsäure  (14  49)  nach,
gießt  auch  diese  Flüssigkeiten  in  den  Scheidetrichter  und  schüttelt
hierauf  2  Minuten  lang  kräftig.  Nach  vollständiger  Klärung
läßt  man  die  Salzsäurelösung  in  einen  Scheidetrichter  (I)
abfließen  und  wiederholt  das  Ausschütteln  noch  zweimal  in
derselben  Weise  mit  je  5  cem  verdünnter  Salzsäure  (1  +  19),
die  zuvor  zum  weiteren  Nachspülen  des  Kölbehens  verwendet
wurden.

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