öffnungen  mit  3  bis  1  Nebenzellen  sind  auf  beiden  Seiten
vorhanden,  jedoch  reichlicher  auf  der  Unterseite.  Im
Schwammparenchym  unter  der  einreihigen  Palisadenschicht
und  im  Gewebe  der  Nerven  findet  sich  Calciumoralat  in  Form
verschieden  gestalteter,  meist  saulenförmiger  Einzelkristalle  oder
ISwillingskristalle,  seltener  in  Form  verhältnismäßig  einfacher
Drusen,  sehr  selten  als  Kristallsand.  Die  Haare  der  Blätter
sind  meist  lange,  sehr  dünnwandige,  einfache,  glatte,  zwei=  bis
vierzellige,  höchstens  zehnzellige  Gliederhaare  oder  langgestielte,
schlaffe  Drüsenhaare  mit  ein=  bis  vielzelligem  Köpschen.
Kurze  Drüsenhaare  mit  kugeligen  oder  rosettenförmigen
Köpfchen  sind  spärlich  vorhanden.

Das  gelblichgrüne  Vulver  ist  gekennzeichnet  durch  die
Kristalle,  die  Bruchstücke  der  Haare  und  Stückchen  der  Epidermis
mit  den  Spaltöffnungen.  Es  darf  beim  Verbrennen  höchstens
24  Prozent  Rückstand  hinterlassen.

Gehaltsbestimmung.  20g  fein  gepulverte  Bilsenkrautblätter
  übergießt  man  in  einem  Arzneiglase  mit  120  g  ther,
sowie  nach  kräftigem  Umschütteln  mit  5  g  Natronlauge  und
5g  Wasser  und  läßt  das  Gemisch  unter  häufigem,  kräftigem
Umschütteln  1  Stunde  lang  steben.  Nach  vollständiger  Klärung
filtriert  man  60  g  (S108g  Bilsenkrautblätter)  der  ätberischen
Lösung  durch  ein  trockenes,  gut  bedecktes  Filter  in  ein  Kölbchen
und  destilliert  etwa  2/#  des  Atbers  ab.  Den  erkalteten  Rückstand
bringt  man  in  einen  Scheidetrichter  (D),  spült  das  Kölbchen
dreimal  mit  je  5  cem  Ather,  dann  einmal  mit  10  cem  verdünnter
  Salzsäure  (1+  49)  nach,  gießt  auch  diese  Flüssigkeiten
in  den  Scheidetrichter  und  schüttelt  hierauf  2  Minuten  lang
kraftig.  Nach  vollständiger  Klärung  läßt  man  die  Salzsäurelösung
  in  einen  Scheidetrichter  (II)  abfließen  und  wiederholt  das