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Sennesblätterpulver  darf  beim  Verbrennen  höchstens
12  Prozent  Rückstand  hinterlassen.

Mikroskopische  Untersuchung.  Die  Epidermis  beider
Seiten  besteht  aus  vieleckigen,  geradwandigen,  teilweise  schleim—
führenden  Zellen.  Sie  trägt  bis  260  4  lange,  einzellige,
dickwandige,  meist  gekrümmte  Haare  mit  warzig-rauher  Kuti—
kula  und  Spaltoffnungen  mit  meist  2  Nebenzellen.  Unter
der  beiderseitigen  Epidermis  liegt  eine  Schicht  von  Palisaden—
zellen;  die  Mittelschicht  des  Mesophylls  besteht  aus  rund—
lichen  Zellen,  die  teilweise  Calciumoralatdrusen  führen.  Die
Leitbündel  der  Nerven  sind  von  Kristallkammerfasern  mit
Einzelkristallen  von  Calciumoralat  und  von  Strangen  kurzendigender
  Sklerenchymfasern  begleitet  und  enthalten  Spiralfasertracheen
  und  Tracheen  mit  gquer  gestellten  Spaltentüpfeln.


Das  gelblichgrüne  Pulver  ist  gekennzeichnet  durch  die
Jellen  der  Epidermis,  die  Haare,  Spaltoöffnungen  mit  Nebenzellen,
  Sklerenchymfaserstränge  mit  Kristallkammerfasern  und
die  Kristalle

Folia  Stramonii.  —  Stechapfelblätter.

Die  getrockneten,  zur  Blütezeit  gesammelten  Laubblätter
von  Datura  stramonium  Linne.

Der  lange  Blattstiel  ist  walzig,  auf  der  Oberseite  von
einer  engen  Furche  durchzogen.  Die  höchstens  20  cm  lange
und  bis  15  cm  breite  Spreite  ist  breit-eiförmig  oder  eilänglich,
ugespitzt,  am  Grunde  gerade  abgeschnitten  oder  etwas  keiloder
  herzförmig,  ungleich-oder  doppelt-buchtig  gezähnt,  lebhaft-