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Fructus  Capsici.  —  Spanischer  Pfeffer.

Die  getrockneten,  reifen  Früchte  von  Capsienum  anmmm
Janné.

Die  kegelformige,  5  bis  12  cm  lange,  am  Grunde  bis
4  cm  dicke  Frucht  besitzt  eine  dünne,  glanzende,  gelbrote  bis
braunrote,  glatte,  meist  fein  quergestrichelte,  brüchige  Fruchtwand.
  Sie  ist  im  oberen  Teil  hobl,  im  unteren  zwei=  bis  dreifächerig
  und  trägt  bier  an  einer  zentralen  Blazenta  zahlreiche,
bäufig  schon  abgefallene,  bellgelbe,  flach-seheibenartige,  4  bis
5  mm  im  Durchmesser  große,  feinpunktierte  Samen.  Am
Grunde  der  Frucht  findet  sich  ein  flacher,  meist  fünfzähniger,
etwas  lederiger,  bräunlichgrüner  Kelch,  der  sich  in  einen
kurzen,  gekrümmten  Fruchtstiel  fortsetzt.

Spanischer  Bfeffer  schmeckt  brennend  scharf  und  riecht
nicht  oder  sehr  schwach  würzig.

Das  Pulver  darf  beim  Verbrennen  höchstens  6,5  Prozent
Rückstand  hinterlassen.

Mikroskopische  Untersuchung.  Unter  der  kleinzelligen,
von  einer  dicken  Kutikula  bedeckten  Evidermis  der  Fruchtwand
  liegt  eine  kollenchymatische  Oypodermis  und  darunter
ein  den  großten  Teil  der  Fruchtwand  bildendes,  dünnwandiges
  Varenchym.  Hppodermis  und  Parenchym  führen,
besonders  reichlich  in  den  äußeren  Vartien,  rote  oder  gelbrote
  Köruchen  und  Tröpfchen,  daneben  geringe  Mengen  sehr
kleiner  Stärkekörner.  Die  innere  Evidermis  der  Fruchtwand
besteht  zum  Teil  aus  dünnwandigen  Zellen,  die  stellenweise
mit  großeren  Gruppen  dickwandiger,  wellig-buchtiger  und
stark  getüpfelter  Zellen  abwechseln.  Die  Evidermiszellen  der
Samenschale  besitzen  eine  sehr  zarte  Außenwand,  während

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