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Fructus  Juniperi.  —  Wacholderbeeren.

Die  getrockneten,  reifen  Beerenzapfen  von  Juniperus
communis  Lo#c.

Die  Frucht  ist  kugelig,  7  bis  9  mm  dick,  violett=  bis
schwarzbraun,  meist  blau  bereift.  Am  Grunde  ist  oft  noch
der  Rest  des  kurzen  Blütenzweiges  mit  mehreren  dreizähligen,
alternierenden  Blättchenwirteln  erbalten;  am  oberen  Ende
findet  man  stets  einen  dreistrahligen,  geschlossenen  Spalt
und  zwisehen  dessen  Strahlen  3  undeutliche  Höcker.  Die
Frucht  enthält  3  kleine,  harte  Samen,  die  in  ein  krümeliges,
  hellbraunliches  Fruchtfleisch  eingebettet  sind;  die  eilänglichen,
  stumpf  dreikantigen,  scharf  gelielten  Samen  tragen
auf  dem  Rücken  einige  in  der  Samenschale  oberflächlich
gelagerte,  große  Sekretbehälter.  Wacholderbeeren  riechen
würzig  und  schmecken  würzig  und  süß.

Wacholderbeerenpulver  darf  beim  Verbrennen  höchstens
5  Prozent  Rückstand  hinterlassen.

Mikroskopische  Untersuchung.  Die  Epidermis  der
Frucht  ist  dickwandig;  ihre  Zellen  sind  mit  einem  braunen
Inhalt  versehen.  Das  gesamte  Parenchym  der  Frucht
besteht  aus  dünnwandigem,  große  Intercellularen  aufweisendem
Parenchym,  das  unter  der  Epidermis  etwas  kollenchymartig
ausgebildet  erscheint;  im  Parenchym  verlaufen  kleine  Leitbündel
  und  zahlreiche  schizogene  Sekretbehälter,  deren  größte
in  der  Nähe  der  Samen  liegen.  Die  Samenschale  besteht
hauptsächlich  aus  einer  starken  Schicht  dickwandiger,  getüpfelter
Steinzellen,  in  deren  Lumen  sich  je  1  Einzelkristall  findet.
Endosperm  und  Keimling  bestehen  aus  dünnwandigem
Parenchym,  das  fettes  Ol  und  Aleuronkörner  führt.