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Fructus  Lauri.  —  Lorbeeren.

ie  getrockneten,  reifen  Steinfruchte  von  Laurus  nobilis

(lu

Linne.

Die  Frucht  ist  eirund  oder  fast  kugelig,  10  bis  16  mm
lang,  8  bis  14  m  dick.  Am  Grunde  zeigt  sie  die  belle
Narbe  des  Stiels,  am  oberen  Ende  den  Rest  des  Griffels.  Die
Fruchtwand  ist  braunschwarz  oder  blauschwarz,  runzelig,
0,5  mm  dick  und  leicht  zerbrechlich,  mit  der  auf  der  Innensrite
braunen,  glanzenden  Samenschale  verklebt;  sie  umschliesßt  den
beim  Trocknen  stark  geschrumpften  und  deshalb  locker  liegenden,
dickfleischigen,  bräunlichen  oder  braunen,  harten  Keimling.

Lorbeeren  riechen  würzig  und  sehmecken  würzig,  berb  und
bitter.

Mikroskopische  Untersuchung.  Die  Epidermis  der
Fruchtwand  wird  von  ansehnlich  dickwandigen  Zellen  mit
braunem  Inhalt  gebildet;  darunter  folgt  die  aus  lockeren,
dünnwandigen  Warenchumzellen  bestebende  Fleischschicht,  in
der  sich  zablreiche  Sekretzellen  finden.  Die  Fruchtwand  wird
innen  abgeschlossen  durch  eine  Hartschicht  von  dicht  gestellten,
großen  Steinzellen  mit  in  der  Flächenansicht  gewundenen  und
wulstig  verdickten  Wänden.  Mit  dieser  Schicht  sind  innen
mebrere  dünnwandige,  braune,  unsecheinbare  Schichten  fest  verklebt,
  die  die  Samenschale  darstellen.  Der  fleischige  Keimling
führt  in  dünnwandigen  Zellen,  zwischen  denen  sich  zahlreiche
Sekretzellen  finden,  reichlich  fettes  Ol  und  kleine  Stärkekörner.

Das  Mulver  besteht  zum  größten  Teile  aus  dem  Gewebe  des
Keimlings;  es  ist  außerdem  gekennzeichnet  durch  die  Steinzellen,
die  Parenchymschollen  mit  Sekretzellen,  die  Fetzen  der  Epidermis
  und  die  spärlichen  Leitbündelbruchstücke  der  Fruchtwand.