260

Herba  Cardui  benedicti.  —  Kardobenediktenkraut.

Die  getrockneten  Blätter  und  blühenden  Zweige  von  Cniens
benedictus  Linns.

Die  bis  30  em  langen,  grundständigen  Blätter  sind
lincal=  oder  länglich-lanzettlich,  spitz,  in  einen  dreikantigen,
geflügelten  Blattstiel  übergehend,  schrotsägezähnig  oder  fiederspaltig;
  die  oberen  Stengelblätter  sind  sitzend  und  am
Stengel  herablaufend.  Alle  Blätter  sind  an  der  Spitze  und
den  Lappen  mit  einem  Stachel  versehen  und  zottig  behaart.
Die  3  cm  langen,  einzelständigen  Blütenköpfe  besitzen  gelbe
Blüten  und  einen  Hüllkelch,  dessen  äußere,  eiförmige  Blätter
in  einen  einfachen,  am  Rande  spinnwebig  behaarten  Stachel
ausgehen,  während  die  inneren,  schmaleren  mit  gefiedertem
Stachel  versehen  sind.

Kardobenediktenkraut  schmeckt  bitter.

Herba  Centaurii.  —  Tausendgüldenkraut.

Die  getrockneten,  oberirdischen  Teile  der  blühenden  Pflanze
Erythraca  centaurium  (Tmmme)  Persoon.

Tausendgüldenkraut  ist  kahl.  Der  Stengel  ist  kantig
und  bis  2  mm  dick.  Die  kreuzgegenständigen  Blätter  sind
sitzend,  läanglich  oder  schmal  umgekehrt-eiförmig,  drei=  oder
fünfnervig,  ganzrandig.  Die  Blüten  besitzen  einen  fünfzipfeligen
  Kelch,  eine  mit  weißlicher  Röhre  und  5  roten,
länglichen  Zipfeln  versehene  Krone  und  5  am  Kronenschlunde
angeheftete  Staubblätter,  die  nach  dem  Ausstäuben  spiralig
gedreht  sind.  Tausendgüldenkraut  schmeckt  kräftig  bitter.

Die  im  nassen  Justande  kugelförmigen  Bollenkörner  besitzen
  3  schlitzförmige  Austrittsstellen.