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Herba  Meliloti.  —  Steinklee.

Die  getrockneten  Blätter  und  blühenden  Zweige  von
Melilotus  ollicinalis  (Linné)  Des'’ossscaer  und  Ilelilotus
altissimus  7/2%

An  den  dreizähligen  Blättern  ist  das  1  bis  4  cm  lange
Endblättchen  etwas  länger  und  auch  länger  gestielt  als  die
seitlichen  Blättchen;  alle  Blättchen  sind  länglich  bis  elliptisch,
am  oberen  Ende  gestutzt,  mit  sehr  kleinem  Endspitzchen,  am
Grunde  keilförmig,  am  Nande  spitz  gezähnt.  Die  gelben
Schmetterlingsblüten  stehen  in  lockeren,  achselständigen  Trauben.
Die  eiförmigen,  zugespitzten,  querrunzeligen,  genetzten,  kahlen
oder  zerstreut  behaarten  Früchte  schließen  1  bis  2  Samen  ein.

Steinklee  riecht  kräftig  nach  Kumarin.

Herba  Serpylli.  —  Quendel.

Die  getrockneten,  beblätterten,  blühenden,  ungefähr  1  mm
dicken  Jweige  von  Thymus  serpylium  Linnc.

Die  Blätter  sind  kreuzgegenständig,  kurz  gestielt,  rundlich-eiförmig
  bis  schmal-lanzettlich,  ungefähr  1  ecm  lang,
bis  7  mm  breit,  am  Grunde  gewöhnlich  gewimpert,  sonst
meist  nur  mit  eingesenkten,  dunklen  Drüsenschuppen  besetzt.
Die  gestielten  Blüten  stehen  in  meist  kopfig  gedrängten  Scheinquirlen.
  Sie  besitzen  einen  behaarten,  bis  zur  Hälfte  in
2  Lippen  gespaltenen,  fünfzähnigen,  am  Schlunde  mit  einem
Kranze  steifer  Haare  ausgekleideten  Kelch  und  eine  zweilippige,
vierzipflige,  purpurne  oder  weißliche  Blumenkrone.

Quendel  riecht  und  schmeckt  stark  würzig.