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färbt  Stärkelösung  blau;  die  blaue  Farbe  verschwindet  beim
Erhitzen  und  tritt  beim  Erkalten  wieder  auf.

Jod  muß  sich  in  der  Wärme  vollständig  verflüchtigen.
Schüttelt  man  0,5  g  zerriebenes  Jod  mit  20  cem  Wasser,
filtriert  und  versetzt  dann  die  Hälfte  des  Filtrats  mit
schwefliger  Säure  bis  zur  Entfärbung,  dann  mit  1  Körnchen
Ferrosulfat,  1  Tropfen  Eisenchloridlösung  und  etwas  Natronlauge
  und  erwärmt  gelinde,  so  darf  sich  die  Flüssigkeit  auf  Zusatz
von  überschüssiger  Salzsäure  nicht  blau  färben  (Cyan).  Die
andere  Hälfte  des  Filtrats  muß,  mit  überschüssiger  Ammoniakflüssigkeit
  und  überschüssiger  Silbernitratlösung  versetzt,  ein
Filtrat  liefern,  das  beim  Ubersättigen  mit  Salpetersäure
höchstens  eine  Opalescenz,  aber  keinen  Niederschlag  gibt  (Chlor).

Gehaltsbestimmung.  Eine  Lösung  von  0,2  g  Jod
und  1g  Kaliumjodid  in  20  cem  Wasser  muß  zur  Bindung
des  gelösten  Jodes  mindestens  15,6  cem  /0-Normal-Natriumthiosulfatlösung
  verbrauchen,  was  einem  Gehalte  von  99  Prozent
  Jod  entspricht  (1  cem  ½0-Normal-Natriumthiosulfatlösung
  —  0,01269  8  Jod,  Stärkelösung  als  Indikator).

Vorsichtig  aufzubewahren.

Größte  Einzelgabe  0,02  g.
Größte  Tagesgabe  0,06  g.

Kali  causticum  fusum.  —  Kaliumhydroxyd.
Ätzkali.
KOII  Mol.-Gew.  56,11.
Gehalt  mindestens  85  Prozent  Kaliumhydroxyd.
Weiße,  trockene,  harte  Stücke  oder  Stäbchen  von  kristallinischem
  Bruch,  die  aus  der  Luft  Kohlensäure  aufnehmen