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Kamala.  —  Kamala.

Der  aus  Drüsen  und  Büschelhaaren  der  Epidermis  be—
stebende,  von  den  Früchten  von  Nallotus  philippineusis
(Lamarck)  Mñller  Argoriensis  gewonnene  Uberzug.

Kamala  stellt  ein  leichtes  und  weiches,  nicht  klebriges,
geruch-  und  geschmackloses,  braunrotes,  mit  wenigen  grau—
gelben  Teilchen  durchsetztes  Pulver  dar,  das  an  Weingeist,
Äther,  Chloroform  und  Laugen  einen  rotgelben  Farbstoff
abgibt.

Kamala  darf  beim  Verbrennen  höchstens  6  Prozent  Rück—
stand  hinterlassen.

Mikroskopische  Untersuchung.  Die  Drüsen  sind
unregelmaßig  kugelig,  höckerig,  haben  einen  Durchmesser  von
40  bis  100  und  enthalten  eine  rote,  glänzende  Harzmasse.
Nach  dem  Behandeln  mit  verdünnter  Kalilange  und  dem  Auswaschen
  mit  Wasser  lassen  sie  innerhalb  einer  blasigen  Kutikula
zahlreiche,  dünnwandige,  strahlig  angeordnete,  keulenförmige
Sellen  erkennen.  Die  Büschelhaare  sind  vielstrahlig,  die  sie
zusammensetzenden  Haare  dickwandig,  gewöhnlich  etwas
gekrümmt,  zum  Teil  mit  hakenförmig  gekrümmter  Spite
versehen,  meist  einzeg.  Kamala  darf  mineralische  Bestandteile
  nur  in  geringer  Menge  und  Gewebsbestandteile  der  Fruchtschale
  der  Kamalapflanze  nur  in  Spuren  enthalten.

Kreosotum.  —  Kreosot.
Das  durch  Destillation  aus  Buchenholzteer  gewonnene,
hauptsächlich  aus  Guajacol  und  Kreosol  bestehende  Gemisch
verschiedener  Phenole  und  Phenoläther.