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Bleiessig  ist  eine  klare,  farblose  Flüssigkeit,  die  süß  und
zusammenziehend  schmeckt,  Lackmuspapier  bläut,  Phenolphthaleinlösung
  aber  nicht  rötet.

Spezifsches  Gewicht  1,235  bis  1,2

Wird  Bileiessig  mit  Gionchterlocein  im  Uberschusse
versetzt,  so  entsteht  eine  rötliche  Mischung,  die  sich  beim
Stehen  in  einen  weißen  Niederschlag  und  eine  dunkelrote
Flüssigkeit  trennt.  Durch  Zusatz  der  ausreichenden  Menge
von  heißem  Wasser  wird  der  Niederschlag  wieder  gelöst.

Nach  Zusatz  von  Essigsäure  muß  durch  Kaliumferrochanidlösung
  in  Bleiessig  ein  rein  weißer  Niederschlag  hervorgerufen
  werden  (Eisen=  und  Kupfersalze).

Vorsichtig  aufzubewahren.

Uithargyrum.  —  Bileiglätte.
Bleioxyd.
Db0  Mol.-Gew.  223)10.

Gelbes  oder  rotgelbes,  in  Wasser  fast  unlbsliches  Pulver.
Bleiglätte  löst  sich  in  verdünnter  Salpetersäure  zu  einer
farblosen  Flüssigkeit,  die  mit  Schwefelwasserstoffwasser  einen
sehwarzen  und  mit  verdünnter  Schwefelsäure  einen  weißen,
in  überschüssiger  Natronlange  löslichen  Niederschlag  gibt.

Die  Lösung  von  Bleiglätte  in  verdünnter  Salpetersäure
muß  nach  dem  Versetzen  mit  Schwefelsäure  im  Uberschuß
ein  Filtrat  geben,  das  beim  Ubersättigen  mit  Ammoniakflüssigkeit
  höchstens  bläulich  gefärbt  wird  (Kupfersalze)  und
böchstens  Svuren  eines  rotgelben  Niederschlags  liefert  (Eisensalze).
