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Mel.  —  Honig.

Der  von  Honigbienen  erzeugte  und  in  den  Waben  abge—
lagerte,  süße  Stoff.

Honig  bildet  in  frischem  Zustand  eine  dickflüssige,  durch—
seheinende  Masse,  die  allmählich  mehr  oder  weniger  fest  und
kristallinisch  wird.  Honig  ist  meist  weißgelb  bis  braungelb;
er  riecht  eigenartig  und  schmeckt  füß.

In  Wasser  löst  sich  Honig  zu  einer  nicht  völlig  klaren
Flüssigkeit  auf,  die  Lackmuspapier  schwach  rötet  und  auf  Jusatz
einiger  Tropfen  Gerbsäurelösung  sofort  deutlich  getrübt  wird.

Die  wässerige  Lösung  (1#—.2)  muß  ein  spezifisches  Gewicht
  von  mindestens  1,11  besitzen.  Die  filtrierte  wässerige
Lösung  darf  durch  Silbernitratlösung  (Salzsäure)  und  durch
Baryumnitratlösung  (Schwefelsäure)  nur  schwach  getrübt
und  beim  Vermischen  mit  1  Teil  Ammoniakflüssigkeit  in
der  Farbe  nicht  sofort  verändert  werden  (fremde  Farbstoffe).
5  cem  dieser  Honiglösung  dürfen  durch  einige  Tropfen
rauchende  Salzsäure  nicht  sofort  rosa  oder  rot  gefärbt  werden
(Azofarbstoffe).

Werden  15  cem  der  wässerigen  Lösung  (1  —  2)  auf
dem  Wasserbad  erwärmt,  mit  0,5  com  Gerbsäurelösung
versetzt  und  nach  der  Klärung  siltriert,  so  darf  1  cem  des
erkalteten,  klaren  Filtrates  nach  Zusatz  von  2  Tropfen
rauchender  Salzsäure  durch  10  cem  absoluten  Alkobol  nicht
milchig  getrübt  werden  (Stärkesirup,  Dertrin).

Zum  Neutralisieren  von  10  3  Honig  dürfen  nach  dem
Verdünnen  mit  der  fünffachen  Menge  Wasser  höchstens  0,5  ceom
Normal-Kalilauge  erforderlich  sein,  Phenolyhthalein  als
Indikator  (verdorbener,  saurer  Honig).