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Erhitzt  man  O,1g  Methylsulfonal  mit  0,1  g  gepulverter
Holzkohle,  so  tritt  der  Geruch  des  Merkaptans  auf.

Wird  18g  Methylsulfonal  in  50  cem  siedendem  Wasser
gelöst,  so  darf  sich  kein  Geruch  entwickeln  (Merkaptol);  die
erkaltete  und  filtrierte  Lösung  darf  weder  durch  Baryumnitratlösung
  (Schwefelsäure),  noch  durch  Silbernitratlösung  (Salzsaure)
  verändert  werden;  10  cem  der  Lösung  dürfen  1  Tropfen
Kaliumpermanganatlösung  nicht  sofort  entfarben  (Merkaptol).

Methylsulfonal  darf  beim  Verbrennen  höchstens  0,1  Prozent
Rückstand  hinterlassen.

Vorsichtig  aufzubewahren.

Größte  Einzelgabe  2,0  g.
Größte  Tagesgabe  4,0  g.

Minium.  —  Mennige.
Zusammensetzung  annähernd  PD#O  ,  Mol.-Gew.  685,30.

Rotes,  in  Wasser  unlösliches  Pulver.  Beim  Ubergießen
mit  Salzsäure  geht  Mennige  unter  Entwickelung  von  Chlor
in  weißes,  kristallinisches  Bleichlorid  über.

2)5  g  Mennige  werden  in  eine  Mischung  von  10  cem
Salpetersaure  und  10  cem  Wasser  eingetragen.  Der  dabei
entstehende  braune  Niederschlag  muß  sich  beim  Hinzufügen
von  10  cem  Wasserstoffsuperorydlösung  bis  auf  höchstens
0,035  g  Rückstand  lösen  (fremde  Beimengungen).

Vorsichtig  aufzubewahren.