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Morphinhydrochlorid  löst  sich  in  25  Teilen  Wasser  und
in  50  Teilen  Weingeist.

Die  Lösungen  sind  farblos,  verändern  Lackmuspapier  nicht
und  schmecken  bitter.  Salzsäure  scheidet  aus  der  kalt  gesättigten
wässerigen  Lösung  einen  Leil  des  Morphinbydrochlorids  in
Kristallen  wieder  aus.  Silbernitratlösung  ruft  in  der  wässerigen
Lösung  eine  weisße,  käsige  Fällung  bervor.  1  Tropfen  Eisenchloridlösung
  farbt  5  cem  der  wässerigen  Lösung  (1  +  19)
blau.

Wird  ein  Körnchen  Morphinhydrochlorid  in  einem  trockenen
Probierrohr  in  5  Tropfen  Schwefelsäure  gelöst,  und  diese
Losung  15  Minuten  lang  im  Wasserbad  erwärmt,  so  nimmt
sie  nach  dem  Erkalten  auf  Jusatz  einer  Spur  Salpetersäure
eine  blutrote  Färbung  an.

Tragt  man  ein  Gemisch  von  1  Teil  Morphinhydrochlorid
  und  4  Teilen  Zucker  in  Schwefelsaure  ein,  so  färbt
sich  das  Gemisch  rot;  durch  Zusatz  von  1  Tropfen  Bromwasser
wird  die  Rotfärbung  noch  verstärkt.  Wird  ein  Körnchen
Morpbinhydrochlorid  mit  Schwefelsaure,  von  der  1  cem  mit
1  Tropfen  Formaldebydlösung  vermischt  ist,  verrieben,  so
tritt  eine  rote,  bald  in  Violett  und  Blauviolett  übergehende
Färbung  ein.

0,05  g  Morphinhydrochlorid  müssen  von  1  cem  Schwefelsäure
  ohne  Färbung  oder  doch  nur  mit  sehr  schwach  rötlicher
Färbung  gelöst  werden  (Narkotin).  In  5  cem  der  wässerigen
Lbsung  (1  17.29)  muß  auf  Jusatz  von  1  Tropfen  Ammoniakflüssigkeit
  alsbald  ein  rein  weißer,  kristallinischer  Niederschlag
  entstehen,  der  sich  in  Natronlauge  leicht  und  farblos
  oder  höchstens  blaßgelblich,  sehwieriger  in  überschüssiger
Ammoniakflüssigkeit  und  in  Kalkwasser  löst.  Wird  die  durch